Meldungen aus dem Jahr 2022


08.04.2022 – Besuch in Tierpark und Wildgatter - Wegfall der Regeln - Eigenverantwortung gefragt!

Laut der neuen Corona-Schutz-Verordnung entfallen ab 03.04.2022 die Schutzmaßnahmen für Kultureinrichtungen. Damit ist weder ein Nachweis von 3G noch das Tragen einer Maske notwendig. Die Besucherzahlbegrenzung entfällt ebenfalls ab sofort, es ist keine Voranmeldung mehr notwendig.

Hinweise

Corona ist noch nicht vorbei, auch wenn wir uns das alle wünschen. Daher wird allen Besuchenden dringend empfohlen, in den Innenräumen, der Kasse und den Tierhäusern eine Mund-Nasen-Bedeckung, vorzugsweise eine FFP2-Maske zu tragen. Zudem sollte immer möglichst ein Mindestabstand von 1,50 m zu Personen einzuhalten werden, die nicht zum eigenen Hausstand gehören, vor allem in Innenräumen. Auch die Beachtung der allgemeinen Hygieneregeln sollte selbstverständlich sein.

COVID-positive Personen sowie Personen, die innerhalb der letzten zwei Wochen Kontakt zu einer COVID-positiven Person hatten sowie Personen, die Krankheitssymptome haben, die auf COVID-19 hinweisen, haben keinen Zutritt zu Tierpark und Wildgatter.

Der Zutritt im Tierpark erfolgt über das Kassenhaus. Bitte immer eine Person oder zusammengehörige epidemiologische Einheit das Kassenhaus betreten, alle anderen bitte davor warten und Abstand halten. Der Ausgang erfolgt derzeit NUR über das Drehkreuz.

Die Tierhäuser sind alle wieder geöffnet.

Öffentliche Fütterungen finden ab Ostern wieder statt.

Bei gutem Wetter ist immer mit Andrang und Wartezeiten zu rechnen. Daher empfiehlt es sich, den Tierpark nicht zu den Stoßzeiten zu besuchen, sondern die gesamte Öffnungsspanne der Kasse von 09:00 bis 18:00 zu nutzen.

Der Parkplatz in der Nevoigtstraße ist momentan aufgrund von externen Bauarbeiten nur über vordere direkte Zufahrt von der Zwickauer Straße zu erreichen.

Beachten Sie bitte auch die Tierpark- und Wildgatterordnung und unterlassen Sie das Füttern der Tiere!

Änderungen vorbehalten.


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15.05.2022 – Sieben auf einen Streich

Die Minischweine im Bauernhof haben siebenfachen Nachwuchs. Die Jungtiere sind schon sehr agil und auch im Außengehege unterwegs, sogar schon ohne ihre Mutter.

Foto: Dr. Anja Dube

So niedlich die Kleinen sind und so verlockend der Kontakt zu ihnen ist, bitte, wie alle anderen Zootiere auch, nicht füttern, auch nicht mit den Automatenpellets, die sind ausschließlich für die Ziegen bestimmt. Die Versorgung der Jungtiere übernehmen die Elterntiere, und die Versorgung der Elterntiere die Tierpfleger.


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09.05.2022 – Nachwuchs bei den Europäischen Wildkatzen

Am 01. April hat es im Wildgatter fünffachen Nachwuchs bei den Wildkatzen gegeben. Es ist der dritte Wurf des seit 2019 in der neuen Anlage lebenden Zuchtpaares.

Foto: Mathias Wagner

Nach rund neun Wochen Tragzeit kommen meist drei bis fünf Jungtiere zur Welt. Dies geschieht in einem sicheren Versteck, da die Jungtiere als Nesthocker etwa neun Tage lang blind sind. In den ersten Wochen ist die Chance auch eher gering, die Jungtiere außerhalb der Wurfbox zu entdecken. Die Hauptaktivitätszeit von Wildkatzen beginnt auch erst nach Sonnenuntergang. Mittlerweile sind die Jungtiere mit etwas Glück aber auch schon auf der Außenanlage zu sehen.

Die Europäische Wildkatze ist übrigens nicht die Stammform unserer Hauskatzen. Diese stammen ursprünglich von der Afrikanische Wildkatze (Falbkatze) ab. Europäische Wildkatzen sind größer als Hauskatzen. Ein Wildkuder (Kater) kann bis zu 8 kg wiegen. Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal ist die buschige, etwas 30 cm lange Rute, welche drei deutliche, schwarze Ringe trägt und in einer stumpfen, schwarzen Spitze endet.


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03.05.2022 – Nachwuchs bei bedrohter regionaler Haustierrasse

Nicht nur Wildtierarten, sondern auch Haustierrassen sind vom Aussterben bedroht. Während bei den Wildtieren in erster Linie Lebensraumverlust, Bejagung und Klimawandel verantwortlich sind, werden die alten Rassen nicht mehr gehalten, weil sie in der modernen Landwirtschaft keine Bedeutung mehr haben.

Einige Zoos, so auch der Tierpark Chemnitz, haben sich den Erhalt alten Rassen aus der eigenen Region auf die Fahnen geschrieben. Auch der Dachverband der Zoos, der VdZ, hat speziell für einige dieser bedrohten einheimischen Haustierrassen ein Projekt zur Erhaltung gestartet, an dem sich der Tierpark beteiligt.

So hält der Tierpark Chemnitz - als einziger Zoo in Deutschland - seit einigen Jahren Erzgebirgsziegen im Streichelzoo. Hier hat es nun sechsfachen Nachwuchs gegeben, der munter durch das Gehege springt und gut zu sehen ist.

Foto: Tierpark

Früher war die Erzgebirgsziege eine eigenständige Rasse, die speziell für das raue Klima der deutschen Mittelgebirge gezüchtet wurde. Auf Grund der geringen Anzahl von Tieren hat die Erzgebirgsziege ihren Rassestandard verloren und wird nun als Farbschlag der „Bunten Deutschen Edelziege“ geführt. Auch diese wird inzwischen nur noch selten gehalten.


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15.04.2022 – Weiterer Nachwuchs

Tierpark und Wildgatter sind beliebte Oster - Ausflugsziele für die ganze Familie. Es gibt immer viel zu sehen und zu entdecken. Derzeit ganz besonders, denn bei vielen Tierarten können schon Jungtiere beobachtet werden.

Mitte Februar kam bei den Oman-Falbkatzen vierfacher Nachwuchs zur Welt, der nun schon gut zu sehen ist und durch Außen- und Innengehege tobt. Diese Unterart der Wildkatze wird nur ganz selten in zoologischen Einrichtungen gezeigt. Sie ist übrigens, auch wenn sie so aussieht, nicht der Vorfahr unserer Hauskatze, das ist die Libysche Falbkatze.

Foto: Tierpark



Auch bei den Vietnam-Sika-Hirschen gab es vor einiger Zeit Nachwuchs, hier vergrößert ein Mitte März geborenes männliches Tier die Gruppe, welche nun aus sechs Tieren besteht.

Foto: Dr. A. Dube



Nebenan, bei den Trampeltieren, hat sich vor gut einer Woche weiblicher Zuwachs eingestellt.

Foto: Dr. A. Dube



Bei den Capybaras, die derzeit noch im Tropenhaus untergebracht sind, wuseln drei Ende März geborene Jungtiere durch die Anlage. Neben den Elterntieren sind auch noch die drei halbwüchsigen Jungtiere vom Vorjahr in der Gruppe.

Foto: Dr. P. Heinze


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25.02.2022 – Erster Nachwuchs des Jahres zu sehen

Die Bewohner der Australienanlage im Tierpark Chemnitz sind meist die ersten Tiere im Jahr mit Nachwuchs. So auch dieses Jahr.

Bei den Emus schlüpften zwischen 31.01. und 02.02. drei Jungtiere. Vater Heinrich kümmert sich routiniert um seinen Nachwuchs, den er vorher knapp zwei Monate lang ausgebrütet hat. Das Brüten übernimmt allein das Männchen und auch die Jungen werden bei den Emus ausschließlich vom Hahn geführt.

Heinrich und sein Nachwuchs sind momentan getrennt von der Emu-Henne Katharina untergebracht. Während der Jungenaufzucht kann der Hahn sehr aggressiv werden, um seine Jungtiere und auch sein Revier zu verteidigen.

Für das Emu-Zuchtpaar ist es bereits der sechste gemeinsame Nachwuchs. Heinrich schlüpfte 1994 in einem dänischen Zoo aus dem Ei und kam 2006 aus dem Zoo Leipzig zu uns. Katharina ist zehn Jahre alt und kam 2013 aus dem Zoo Neuwied nach Chemnitz.

Foto: Jan Klösters

Auch bei den Mitbewohnern, den Kängurus, lugt schon ein Jungtier aus dem Beutel. Es wurde vermutlich Ende letzten Jahres geboren und wächst nun im Beutel heran. Wie alt es ist, kann nur geschätzt werden, da die Geburt unbemerkt vonstattengeht und sich das winzige Jungtier viele Monate im Beutel versteckt aufhält, ohne dass man von außen etwas sieht. Erst wenn im Beutel Bewegungen des inzwischen ordentlich gewachsenen Jungtiers wahrnehmbar sind, weiß man, dass Nachwuchs da ist.

Foto: Dr. A. Dube


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21.01.2022 – Tierpark trennt sich von seinen Wildschweinen und beendet damit die langjährige Haltung im Wildgatter

Wie Sie sicherlich aus den Medien erfahren haben, haben wir uns von unserem Wildschweinbestand getrennt. Grund hierfür ist die schnelle Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest, kurz ASP. Die Wildschweine wurden am 17.1.2022 von sachkundigen Personen, welche Gatterwild schießen dürfen, erlegt und weiter verwertet.

Wieso haben wir uns für diesen drastischen Weg entschieden?

Wie wir in den letzten Monaten gesehen haben, breitet sich die ASP sehr schnell und unvorhergesehen aus. Das nächste ASP - Sperrgebiet ist nur noch 30km von Chemnitz entfernt. Dies ist Entfernung, welche vom Virus binnen kurzer Zeit überwunden werden kann. Das Virus wird direkt über Tierkontakte und auch indirekt, z. B. über kontaminierte Lebensmittel oder Gegenstände übertragen.

Sobald das Wildgatter als gefährdetes Gebiet zählt, weil in der Nähe ein Fall aufgetreten ist, sind Seuchenmaßnahmen einzuleiten und alle Schweine in Freilandhaltung müssen unter strikten Hygienemaßnahmen aufgestallt werden, so auch unsere Wildschweine im Wildgatter.

Wir haben aber weder die Möglichkeiten dazu noch ist es praktikabel und vertretbar, Wildschweine (die noch dazu eine 5 ha große Anlage mit Suhle gewöhnt sind), für unbestimmte und vermutlich sehr lange Zeit in einen Stall zu sperren. Die Tiere wären sehr gestresst, sie würden sich untereinander verletzen und Verhaltensabweichungen entwickeln. Eine Abgabe der Tiere hätte das Problem nur verlagert, zudem ist die Abgabe von erwachsenen Wildschweinen fast unmöglich, weil alle Einrichtungen selber genug haben.

Warum haben wir nicht gewartet, bis die ASP uns betrifft?

Unser aktueller Bestand betrug sieben erwachsene Tiere, zwei Keiler und fünf Bachen. Wir haben den Zeitpunkt gewählt, weil wir jetzt den kleinsten Schweinebestand im Jahr haben. Hätten wir gewartet, hätten statt sieben vielleicht 25 oder 30 Tiere in sehr kurzer Zeit erlegt werden müssen, darunter auch viele Frischlinge. Das hätte sehr viel mehr Stress für Tier und Mensch bedeutet.

Dieser schmerzliche Entschluss ist keinem von uns leichtgefallen.

Wie geht es nun weiter?

Das ehemalige Wildschweingehege bleibt erst einmal ein Jahr leer, so dass sich der Boden und die Vegetation etwas erholen können.

Im Laufe dieser Zeit werden Beratungen und Planungen stattfinden und entschieden, was auf dieser Fläche zukünftig entstehen wird.

Ob wir zukünftig wieder Wildschweine halten können, ist ungewiss, da uns die ASP noch viele Jahre beschäftigen wird. Auf alle Fälle werden wir die Anlage wieder mit einer interessanten europäischen Art besetzen.


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13.09.2021 – Bauarbeiten im Tierpark – Steinböcke umgezogen

In der großen Huftieranlage am Berg sind keine Tiere, dafür aber Handwerker zu sehen – die Baumaßnahmen zu den neuen Projekten im Tierpark haben begonnen.

Der Tierparkförderverein unterstützt den Tierpark bei der Umsetzung des Masterplanes. Die nächsten beiden Vereins-Projekte sind der Bau eines Eiszeitspielplatzes mit Zieselgehege auf dem Gelände der alten Schneeziegenanlage und der Umbau der Steinbockanlage zu einer Doppel-Anlage für Dscheladas und Steinböcke. Es handelt sich dabei um modifizierte Maßnahmen aus dem Masterplan Tierpark Chemnitz 2030+ aus der Phase III, die aufgrund schon länger leerstehender Gehege vorgezogen werden.

Dadurch werden weitere Attraktionen geschaffen. Allerdings bedeuten Bauarbeiten auch immer Verkehrseinschränkungen, und daher liegen, für die gesamte Zeit der Baumaßnahmen im Tierpark „Straßensperrungen“ vor, die den Rundgang durch die Anlage unterbrechen. Ab dem Ende des Nasenbärgeheges in Richtung Huftiere ist der Durchgang nicht mehr möglich. Der „Huftierberg“, also Hirsche, Anoas, Kulane, Wildesel, Trampeltiere und Steppenfüchse, kann über den Weg bei den Hyänen erreicht werden. Das bedeutet für die Besucher, einige Wege doppelt begehen zu müssen, aber vielleicht entdeckt man auf dem Rückweg ganz andere Dinge als auf dem Hinweg?

Die Steinböcke sind vorübergehend aus ihrer Anlage aus- und auf den Viehhof eingezogen und derzeit nicht zu sehen.


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Heute: 811

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aktualisiert am: 13.04.2022