Meldungen aus dem Jahr 2010


24.12.2010 – Kurzer Jahresrückblick"

Tierische Zuzüge gab es im Tierpark wieder reichlich. Neben Tigerkatze Taiga aus dem Zoo Leipzig siedelten u. a. Akazienratten aus dem tschechischen Plzen, ein zweijähriger Bennett-Kängurubock aus dem Tiergarten Bernburg und ein weibliches Weißschwanz-Stachelschwein aus Stuttgart in den Tierpark Chemnitz um. Im Papageienhaus wurde im März ein Pärchen Inkakakadus begrüßt. Diese australischen Vögel wurden bisher noch nie im Tierpark gehalten.

Aber auch über Nachwuchs konnte man sich freuen, so zum Beispiel bei Erdmännchen, Nasenbär, Känguru und Somali-Wildesel. Auch die gefiederten Bewohner waren nicht untätig und so schlüpften unter anderem bei Steppenadlern, Blaustirnamazonen und erstmals bei den Emus Junge.

Sorgen bereitete dem Tierparkteam der Löwe Malik, der schon seit längerem an einer Erkrankung des harnableitenden Systems leidet. Momentan ist Maliks Zustand stabil, doch ist eine vollständige Heilung sehr unwahrscheinlich, und es muss auch mit einem Rückfall gerechnet werden.

Zu den traurigen Tierparkbegebenheiten gehörte der Tod von Tigerkater Prinz im August. Schon vor seinem Tod nahm der Tierpark Kontakt zum Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) für Sibirische Tiger auf, um einen neuen Tigerkater zu bekommen. Derzeit wird noch geprüft, welcher Partner für Taiga in Frage kommt. Auf jeden Fall soll diese größte und schöne Katzenart weiter im Tierpark Chemnitz gehalten und möglichst auch gezüchtet werden. Auch von Europas zweitältestem in Menschenobhut lebendem Zwergflusspferd, Ortwin, musste sich der Tierpark trennen. Es wurde im Sommer von seinen altersbedingten Leiden erlöst. Der Tierpark hält noch zwei weitere Vertreter dieser selten gezeigten Spezies.

Heutzutage versteht sich ein Zoo auch als Zentrum des Natur- und Artenschutzes. Dazu gehört auch die Förderung und Unterstützung von Artenschutzprojekten. Um dies umsetzen zu können, unterstützt der Förderverein Tierparkfreunde Chemnitz e. V. den Tierpark mit Hilfe der Tierpatenschaften, von denen 10 Prozent der Gesamtsumme eines Jahres an Freilandprojekte für bedrohte Arten gespendet werden. Im Tierpark und Wildgatter gibt es derzeit rund 95 Tierpatenschaften (Tiere aus ca. 40 Arten), wobei die beliebtesten die Erdmännchen (Foto: Dube) und Minischweine sind.


Achtung: Am am 24. und 31.12. hat der Tierpark von 09:00 bis 14:00 Uhr geöffnet (letzter Einlass 13:00 Uhr) und das Wildgatter 08:00 bis 14:00 Uhr.


Wünsche

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09.12.2010 – Aufnahmen aus dem Vivarium im ARTE-Wissensmagazin "X:enius"

Azurblauer Baumsteiger. Foto: TierparkEin TV-Team von ARTE hat im Tierpark Chemnitz sowie im Zoo Köln einen Beitrag für das neue Wissensmagazin "X:enius" gedreht. In Chemnitz entstanden verschiedene Aufnahmen von vom Aussterben bedrohter Amphibienarten, zum Beispiel Baumsteigerfröschen.

Das in Europa einzigartige, 1996 eröffnete Vivarium ist ein Spezialhaus für Amphibien. Hier leben zwischen vier- und fünfhundert Amphibien in rund 55 Arten in drei unterschiedlich temperierten Schau- und mehreren Zuchträumen.

Die Sendung "X:enius" ist jeweils einem besonderen Thema aus dem Alltagsleben oder der Welt der Naturwissenschaft und Forschung gewidmet. Mit ihrem Wissensmobil touren die Moderatoren durch Europa, immer auf der Suche nach dem Wissen, das die Welt bewegt. Mit den Aufnahmen aus dem Tierpark Chemnitz ging das TV-Team den Ursachen des Froschsterbens nach und fragte nach Methoden und Möglichkeiten, Frösche zu retten und ihre faszinierende Vielfalt zu sichern.


Ausgestrahlt wird die Sendung auf ARTE am Donnerstag, 16. Dezember, 8:35 und 17:35 Uhr.


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25.11.2010 – Neue Vogelarten im Tropenhaus

Der Winter hat Einzug gehalten, und wer dem kurzzeitig entfliehen möchte, sollte einen Abstecher ins Tropenhaus machen. Hier ist es nicht nur schön warm, sondern es sind auch viele Tiere zu beobachten. Zu den langjährigen Bewohnern, wie Zwergflusspferden, Klammeraffen, Faultieren und Capybaras sind zwei neue Vogelarten, Furchenschnabel-Bartvogel und Purpurtangare, dazu gekommen, die kürzlich aus dem Zoo Plzen und dem Zoo Wuppertal nach Chemnitz geholt wurden. Nach der Untersuchungs- und Eingewöhnungszeit leben sie nun als Freiflieger in der Tropenhalle und können dort mit etwas Geduld beobachtet werden, zusammen mit sieben weiteren Vogelarten.

Furchenschnabel-Bartvögel sind in West- und Zentralafrika zu Hause. Typisch für diese Vogelart sind der "Bart" aus schwarzen Federn und der gefurchte Unterschnabel. Die Tiere leben in Dornbuschsavannen, Sekundärwäldern und Agrarland. Sie ernähren sich von Insekten und deren Larven sowie Früchten. Es werden Bruthöhlen in hohlen Baumstämmen, Erdhöhlen oder Termitenbauten angelegt.Auch im Tropenhaus steht ihnen eine Bruthöhle zur Verfügung (über dem Capybaragehege).

Die Purpurtangare kommt in Brasilien vor und bewohnt offene Waldlandschaften, Plantagen, Sümpfe und Flussufer. Sie ernährt sich von Früchten und Insekten. Männchen und Weibchen sind unterschiedlich gefärbt. Sie leben nur zur Fortpflanzungszeit paarweise, ansonsten in großen Schwärmen.


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11.11.2010 – Capybaras wieder ins Tropenhaus umgezogen

Der Winter steht vor der Tür, und für die drei Capybaras wird es auf der Südamerikaanlage langsam ungemütlich. Daher wurden die Tiere heute zurück in das Tropenhaus gebracht. Den Weg dorthin legten zwei in Transportboxen und eines zu Fuß zurück. Nun teilen sich die Capybaras wieder ihr Gehege mit den Faultieren, welche die obere Etage bewohnen, und diversen frei in der Tropenhalle lebenden exotischen Vögeln.

Wilma auf dem Weg ins Tropenhaus. Foto: A. Dube Capybara am Wasserbecken im Tropenhaus. Foto: A. Dube


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10.11.2010 – Jahresbericht 2009 veröffentlicht

Jahresbericht Tierpark und Wildgatter 2009. Foto: Anja Dube
Was lange währt, wird (hoffentlich) gut - endlich ist der Jahresbericht 2009 des Tierparks Chemnitz veröffentlicht. Er ist online unter der Rubrik Veröffentlichungen/Download verfügbar.

Voraussichtlich ist die Broschüre dann ab der Kalenderwoche 46 erhältlich und an der Tierparkkasse zu erwerben.


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07.10.2010 – Alpakageburt

Alpakanachwuchs Oktober 2010. Foto: Anja DubeNoch etwas wacklig auf den Beinen ist das Alpakamädchen, welches heute im Tierpark Chemnitz zur Welt kam. Es ist der fünfte Nachwuchs von Mutter Uschi. Mutter und Kind sind wohlauf. Momentan sind sie noch von der Herde getrennt, können aber vom Besucher dennoch gut beobachtet werden.

Mit dem Neuzugang hält der Tierpark momentan sechs Alpakas - Hengst Moritz, die Stuten Uschi und Manja, einen Junghengst vom letzten Jahr und die beiden diesjährigen Fohlen.


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29.09.2010 – Kinderfest am 03.Oktober

Plakat Kinderfest. Paarmann PromotionAm 03. Oktober findet im Tierpark von 10:00 bis 17:00 Uhr wieder das Kinderfest statt. Besonders für die kleinen Gäste wird es eine Vielzahl Aktivitäten geben, z.B. Spiel- und Bastelangebote verschiedener Chemnitzer Vereine, eine Modellbahnanlage für Kinder, Spielstationen mit tierischem Quiz und Kinderschminken. Natürlich ist auch für das leibliche Wohl gesorgt.

Ab Montag, dem 04.10., starten dann auch wieder die beliebten Ferienkurzführungen im Tierpark (täglich 11:00 Uhr) bzw. Schaufütterungen im Wildgatter (montags bis freitags 11:00 Uhr).

Übrigens: Während der Ferien (04.10. bis 17.10.2010) bleibt der Tierpark eine Stunde länger als im Oktober üblich geöffnet, letzter Einlass ist damit 17:00 Uhr, der Tierpark schließt um 18:00 Uhr.


Achtung: Die Alpakaspaziergänge finden ab Oktober nicht mehr wie gewohnt dienstags und donnerstags, sondern montags und mittwochs statt.


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29.09.2010 – Gabelracken eingezogen

Gabelracke. Foto: Hermann Will
Die Fasanerie beherbergt eine neue Vogelart. Ein Pärchen Gabelracken wurde aus dem Zoo Köln nach Chemnitz geholt. Diese attraktive Art, entfernte Verwandte der heimischen Eisvögel, ist in Afrika zu Hause. Unsere Vögel sind noch jung und noch nicht ganz so farbenfroh wie die erwachsene Tiere.


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17.09.2010 – Malik momentan stabil

Löwe Malik Mitte September 2010. Foto: Tobias Rietzsch
Malik, das an einem chronischen Nierenleiden erkrankte Sorgenkind des Tierparks Chemnitz, lässt Tierparkmitarbeiter, Tierärzte und Besucher momentan ein wenig aufatmen.

Seine Nierenfunktionen konnten stabilisiert werden, er hat sich etwas erholt, frisst gut und ist aktiv. Natürlich wird er auch weiterhin intensiv behandelt.

Der derzeitige gute Zustand kann sich aber jeden Tag wieder ändern, und eine erneute Verschlechterung kann eintreten. Eine vollkommene Gesundung des Tieres ist sehr unwahrscheinlich.


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10.09.2010 – Nachwuchs im Tierpark gedeiht prächtig

Junge Nasenbären. Foto: Anja Dube Nasenbärjungtier. Foto: Anja Dube Junge Nasenbären beim Spiel. Foto: Anja Dube


Die Anfang Juli im Tierpark geborenen acht Jungtiere bei den Nasenbären sind nun alt und mobil genug, um die Außenanlage zu erkunden. Sie sind ordentlich gewachsen und wuseln, zusammen mit den Eltern sowie drei Geschwistern vom Vorjahr, durch das naturnahe Gehege. Sie lassen, ganz nach Nasenbärenart, auf der Suche nach Fressbarem keinen Stein auf dem anderen, wühlen im Boden und klettern in den Büschen herum.

Auch der andere Nachwuchs, wie z.B. die fünf Erdmännchen, die zwei Somali-Wildesel, die zwei Emus und das Weißschwanzstachelschwein, entwickelt sich gut und lädt zum Beobachten und Staunen ein.

Übrigens, am 03.10.2010 findet auch wieder das Kinderfest im Tierpark statt.


Erdmännchen mit Jungtieren. Foto: Anja Dube


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27.08.2010 – Abschied von Tigerkater Prinz

Der Tierpark Chemnitz musste sich von seinem betagten Sibirischen Tigerkater Prinz trennen.

Anfang des Sommers begann sich abzuzeichnen, dass sich sein Leben dem Ende zuneigt. Bewegungen fielen ihm zunehmend schwerer und sein Interesse für die Umwelt ließ nach. In den letzten Lebenstagen verließ er sein Innengehege gar nicht mehr und kam zum Festliegen. Da es keine Aussicht auf Besserung des Zustandes gab, wurde er vergangene Woche von seinen Leiden erlöst.

Der Sektionsbefund wies altersbedingte Organdegenerationen und erhebliche Gelenksveränderungen auf. In einer Niere befand sich ein kleiner Tumor.

Prinz wurde vor 18 Jahren im Tierpark geboren und hat mehrmals für Nachwuchs gesorgt. Vier Jungtiere wurden groß und verließen den Tierpark in andere Zoos. Nach dem Tod seines Weibchens war Prinz einige Zeit der einzige Tiger des Tierparks, bis im Januar dieses Jahres mit Tigerin Taiga aus dem Zoo Leipzig wieder weibliche Verstärkung und Gesellschaft für Prinz einzog. Obwohl sich beide Tiere gut verstanden und auch einige Monate zusammen gehalten wurden, konnte der alte Kater nicht noch einmal für Nachwuchs sorgen.

Schon vor Prinz' Tod nahm der Tierpark Kontakt zum Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) für Sibirische Tiger auf, um einen neuen Tigerkater zu bekommen. Im Moment wird noch geprüft, welcher Partner für Taiga in Frage kommt. Auf jeden Fall soll diese größte und schöne Katzenart weiter im Tierpark Chemnitz gehalten und möglichst auch gezüchtet werden.

Sibirischer Tiger. Foto: Hermann Will


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13.08.2010 – Neue Untersuchungsergebnisse vom Löwen Malik

Der Gesundheitszustand von Malik hat sich nach der letzten Untersuchung und Behandlung Anfang August gegenüber der vorhergehenden Blutuntersuchung vom 14.07.2010 überraschend verbessert.

Einige wichtige Werte, wie Harnstoff, Kreatinin und Phosphat haben sich um etwa die Hälfte verbessert. Zudem ist eine ausreichende Versorgung mit Medikamenten gewährleistet, da der Löwe im Moment regelmäßig und gut frisst. Auch sein Verhalten ist völlig normal und arttypisch. Es gibt keinerlei Anzeichen, dass er Schmerzen hat oder sich unwohl fühlt. Aufgrund dieser Tatsachen ist ein Einschläfern momentan nicht erforderlich.

Es bleibt zu hoffen, dass sich der Gesundheitszustand von "Malik" weiter stabilisiert, obwohl eine völlige Genesung unwahrscheinlich ist. Zudem muss immer mit einer Änderung des Zustandes gerechnet werden, da der Verlauf der Erkrankung Schwankungen unterliegt, bei der sich Phasen mit gutem und schlechtem Allgemeinbefinden abwechseln.


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10.08.2010 – Jungtiere bei Nasenbär und Stachelschwein

Junge Nasenbären. Foto: Hermann WillBei den Südamerikanischen Nasenbären kamen vor einem Monat acht Jungtiere zur Welt, die anfangs noch recht hilflos waren und sich nur in der Wurfbox aufhielten. Inzwischen sind sie nun groß genug, diese immer öfter zu verlassen und mit der Erkundung ihrer Umwelt zu beginnen. Vorerst nehmen die kleinen Raubtiere das Innengehege in Augenschein, wo sie bei ihren Ausflügen durch die Sichtfenster beobachtet werden können. Ab dem Wochenende werden sie voraussichtlich auch das kleinere der beiden Außengehege nutzen können.

Junges Stachelschwein. Foto: Tobias Rietzsch

Die Tragzeit bei Nasenbären beträgt ca. 75 Tage, die Jungen werden mit etwa viereinhalb Monaten entwöhnt. Nasenbären sind tagaktiv und sehr gesellig.

Vor einigen Tagen stellte sich Nachwuchs bei den Weißschwanz-Stachelschweinen ein und "Orakel" Leon wurde Vater. Das Jungtier ist auch schon gelegentlich im Außenbereich des Geheges, welches es mit den Elterntieren bewohnt, zu sehen. Stachelschweine sind Nagetiere und u.a. mit Meerschweinchen und Capybaras verwandt.


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05.08.2010 – Zum Schulanfang in den Tierpark

Die Ferien in Sachsen neigen sich dem Ende zu, und für die diesjährigen Schulanfänger steht der große Tag der Einschulung bevor. ABC-Schützen, die am Samstag, dem 07.08., mit ihrer Familie den Tierpark besuchen, erhalten an der Kasse eine kleine Überraschung. Erdmännchenjungtiere. Foto: Anja Dube


Dabei sollte auch unbedingt den Erdmännchen ein Besuch abgestattet werden. Die Jungtiere sind jetzt zwei Monate alt und sehr agil. Sie nehmen jetzt auch schon feste Nahrung zu sich und versuchen sich an ihren ersten Grabungen, immer begleitet von einem erwachsenen Tier. Man könnte fast meinen, sie gehen auch in die Schule und lernen alles, was ein Erdmännchen können muss.


Der jüngste Nachwuchs im Tierpark, eine Woche alt, ist übrigens bei den Minischweinen zu beobachten, hier wuseln sechs Ferkel durchs Gehege.


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29.07.2010 – Maliks Gesundheitszustand

Trotz intensiver Therapie mittels Infusionen, einem Medikament zur Harnansäuerung, Nierendiätfutter, phosphorreduzierenden und blutdrucksenkenden Medikamenten hat sich Maliks Gesundheitszustand weiter verschlechtert. Eine konsequente Therapie ist nur schwer möglich, da Malik unregelmäßig frisst. Somit ist eine ausreichende Dosierung der Medikamente auf Dauer nicht gewährleistet.

Die aktuellen Laboruntersuchungen ergaben einen weiterhin fortschreitenden Verlauf der Niereninsuffizienz. Vor allem die Stoffwechselprodukte Kreatinin, Harnstoff und Phosphor liegen in sehr hohen Konzentrationen im Blut vor. Weiterhin typisch für ein Nierenversagen ist der nachgewiesene Eiweißverlust über den Harn.

Es muss davon ausgegangen werden, dass die Organschädigung bei chronischem Nierenversagen irreversibel und fortschreitend ist, und die Behandlungen wahrscheinlich keine Verbesserung der Nierenfunktion herbeiführen.

Tiergärtner und Tierärzte beobachten Malik sorgfältig und beraten regelmäßig über das weitere Geschehen.


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09.07.2010 – Nachwuchs bei den Erdmännchen

Die Erdmännchen haben wieder Nachwuchs! Das Weibchen brachte am 11. Juni nach einer Tragzeit von etwa 75 Tagen fünf Jungtiere zur Welt. Die Jungtiere wurden im Außengehege geboren und nach kurzer Zeit aus einer sich im künstlichen Hügel befindlichen Kiste in Erdbaue gebracht. Nach der Geburt hatte die Gruppe begonnen, ein Gang- und Höhlensystem anzulegen. Dort verblieben die Jungtiere die meiste Zeit, nicht sichtbar für die Besucher. Jetzt haben sie das Alter erreicht, in dem sie sich, bewacht von den Erwachsenen, auch "über Tage" aufhalten. Daher sind sie nun auch von Zeit zu Zeit gut zu beobachten.

Die Aufzucht des ersten Wurfes im zeitigen Frühjahr war nicht geglückt, alle Jungtiere starben nach wenigen Tagen. Vermutlich fehlte den Erdmännchen die Erfahrung im Umgang mit dem Nachwuchs.

Erdmännchen am Bau. Foto: T. Rietzsch Jungtiere. Foto: T. Rietzsch Erdmännchen beim Säugen. Foto: T. Rietzsch

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02.07.2010 – Nachwuchs bei Steppenadlern und Blaustirnamazonen im Tierpark und Karpatenluchsen im Wildgatter

Steppenadler mit Jungtier. Foto: Hermann WillDie schon vor einiger Zeit geschlüpften Jungtiere bei Steppenadlern und Blaustirnamazonen sind jetzt auch für die Besucher zu sehen.

Das Adlerküken trägt noch sein helles Dunenkleid und sitzt wohl behütet im hoch gelegenen Nest. Das Adlerpaar im Tierpark hat in den letzten Jahren regelmäßig erfolgreich Jungtiere aufgezogen.

Papageienjunge sind so genannten Nesthocker und anfangs vollkommen nackt, blind und hilflos. Sie halten sich in der Bruthöhle bzw. im Nestkasten auf und werden relativ lange von beiden Eltern versorgt. Daher liegen Schlupftermin und der Zeitpunkt, wo man die Tiere das erste Mal zu Gesicht bekommt, einige Wochen auseinander. Inzwischen ist der diesjährige Jungvogel, übrigens der zweite Nachwuchs des Zuchtpaares Blaustirnamazonen, auch schon in der Außenvoliere zu sehen.


Bei den Karpatenluchsen im Wildgatter hat sich ebenfalls wieder Nachwuchs eingestellt - zwei Jungtiere, geboren Anfang Juni. Sie halten sich momentan die meiste Zeit des Tages gut versteckt und sind daher in dem weiträumigen und naturnahen Gehege bisher noch selten zu sehen. Der Tierpark Chemnitz züchtet seit 2004 regelmäßig Karpatenluchse, der hiesige Nachwuchs lebt mittlerweile in zehn verschiedenen europäischen Zoos.


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25.06.2010 – Löwe Malik in permanenter Behandlung

Malik in Behandlung. Foto: Tobias RietzschLöwe Malik ist weiterhin ein Sorgenkind des Tierparks.

Nachdem im Herbst vergangenen Jahres eine Nierenerkrankung bei ihm festgestellt wurde, steht er unter permanenter Kontrolle und Behandlung. Eine Infektion konnte erfolgreich bekämpft werden, doch Untersuchungen zeigten, dass seine Nieren nicht mehr richtig arbeiten. Zum Jahresende hin hatte er sich einigermaßen erholt, Körpermasse zugelegt und zeigte auch wieder normales Verhalten. Regelmäßig wurde der Urin untersucht, er erhielt Nieren- und Blasentee sowie ein Mittel zur Harnansäuerung.

Doch seit einiger Zeit hat sich der Gesundheitszustand wieder verschlechtert. Eine weitere Untersuchung ergab nun, dass die Niereninsuffizienz inzwischen sehr ausgeprägt ist und hohe Konzentrationen an Stoffwechselendprodukten, die eigentlich von den Nieren ausgeschieden werden müssten, im Blut nachzuweisen sind. Das führt unbehandelt zu einer allmählichen Vergiftung des Körpers und auch zu einer weiteren Schädigung der Nieren.

Menschen mit diesem Krankheitsbild müssten in kurzen Abständen zur Dialyse, mit einem Wildtier ist das schwierig. Daher wird versucht, Malik regelmäßig in Narkose zu legen und mittels Infusionen seine Blutwerte und damit sein Wohlbefinden zu verbessern.

Nach derzeitigem Kenntnisstand ist eine Heilung nicht möglich.


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17.06.2010 – Alpakanachwuchs

Alpaka Manegro. Foto: Anja Dube
Vor ein paar Tagen erblickte bei den Alpakas ein männliches Fohlen das Licht der Welt. Mutter und Kind sind wohlauf und zusammen mit den anderen Tieren der Herde, einem erwachsenen Hengst, einer erwachsenen Stuten und zwei Jungtieren vom vorigen Jahr, auf der Südamerikaanlage zu beobachten.


Seit 2005 werden Alpakas im Tierpark Chemnitz gehaltenen, und inzwischen gab es neun Fohlen. Übrigens kam "Manegro", so der Name des Nachwuchses, auf den Tag genau ein Jahr nach seinem Bruder zur Welt. Erstmals handelt es sich auch um ein schwarzes Tier mit weißen Abzeichen, bisher waren alle Nachzuchten, wie auch die Elterntiere, braun.


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08.06.2010 – Sommerschnitt für die Alpakas

Alpaka nach der Schur. Foto: Dr. Hermann Will
Endlich sind die Temperaturen in sommerliche Bereiche geklettert, und so wird es nun auch Zeit, den Alpakas ihren jährlichen Sommerfellschnitt zu verpassen.

Am Mittwoch, dem 09.06.2010, ab 10:30 Uhr ist das "Friseurteam", bestehend aus Tierpflegern und Auszubildenden, am Werk und kann dabei von Besuchern und Medienvertretern beobachtet werden.

Alpakas sind Haustiere aus der Andenregion, die vorwiegend auf Wollproduktion hin gezüchtet wurden. Sie wechseln nicht zwischen Winter- und Sommerfell. Ihre Haare wachsen stetig weiter, daher ist eine Schur unerlässlich.


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08.06.2010 – Zweiter Nachwuchs bei den Somali-Wildeseln

Somali-Wildesel Matana mit Fohlen. Foto: Anja Dube
Der Tierpark hat einen neuen Bewohner, denn bei den Somali-Wildeseln ist vergangenen Freitag ein zweites Fohlen zur Welt gekommen.


Zur großen Freude der Tiergärtner ist es, nach vier Hengstgeburten in den letzten Jahren, endlich wieder ein Stutfohlen.


Damit hat auch das im April geborene Fohlen gleichaltrige Gesellschaft bekommen und der Gesamtbestand im Tierpark ist auf sechs Tiere angewachsen.


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07.06.2010 – Dreamnight at the zoo, die "Vierte"

Zum mittlerweile vierten Mal wurden in diesem Jahr die Pforten für behinderte Kinder, deren Eltern und Geschwister zur Veranstaltung "Dreamnight at the zoo" geöffnet.

Die herzliche Begrüßung der Kinder durch Parkbahnmaus "Klaus" und Tanzschulmaus "Emmy" machte allen Beteiligten Lust auf Mehr. Den fast 600 geladenen Gästen wurde wieder so einiges geboten, und für die vielen Aktionen und das leibliche Wohl unserer Gäste wurden fleißige Spender und freiwillige Helfer gewonnen.

Gold- und silberfarbene Sternenstelzenläufer flanierten in luftiger Höhe, das Wasserschwein "Wilma" konnte man auf seinem Streifzug durch das Tierparkgelände begleiten und im Vivarium durfte man mit Insekten auf Tuchfühlung gehen. Die Tierpfleger ließen sich hinter die Kulissen und über die Schulter schauen.

Nach der Eröffnungsrede durch den Bürgermeister Miko Runkel wurde auf und neben der Bühne allerlei geboten. So zeigte die Rettungshundestaffel das Können ihrer Vier- und Zweibeiner, ein kleiner Keyboardspieler, Tanzmäuse und Trolle sorgten als musikalischer Nachwuchs für viel Beifall. Ein Schalmaienzug heizte die Stimmung dann noch auf und Feuerschlucker sorgten zu später Stunde für große Augen.

Im Tierparkgelände konnte man an verschiedenen Spielgeräten toben, sich Ballontiere von einem Clown kneten lassen oder eine Holzkuh melken. Später war Treffsicherheit mit Pfeil und Bogen gefragt, für die ganz Mutigen war ein Fototermin mit großer Schlange angesetzt und danach konnte man sich bei der Fahrt in einer Pferdekutsche von dem ganzen Trubel erholen.

Die freiwillige Feuerwehr sorgte auch in diesem Jahr mit dem Blick ins Feuerwehrauto und einem Spritzhäuschen für leuchtende Kinderaugen.

Helmnot-Theater. Foto: T. Rietzsch Freilicht-Theater Waldenburg. Foto: T. Rietzsch


Unser herzlichster Dank gebührt natürlich wieder allen Spendern und fleißigen Helfern, ohne die so eine Veranstaltung gar nicht möglich wäre. Wir danken:

  • alexxanders Boardinghaus
  • Allianzversicherung Generalvertretung Frau Neubert
  • Aquafitnessteam des Sportamtes
  • ARAL-Tankstelle an der Neefestraße
  • Autohaus Fugel
  • Bäckerei Göpfert, Chemnitz, Am Rathaus 4
  • Bäckerei Kempt, Chemnitz, Limbacher Straße
  • Bäckerei Leistner, Chemnitz, Limbacher Straße
  • Bäckerei Meyer, Chemnitz, Zietenstraße
  • Bäckerei Müller, Hohenstein-Ernstthal
  • Bäckerei Schäfer, Chemnitz, Oberfrohnaer Straße
  • Brauerei Reichenbrand
  • Braustolz GmbH
  • Bürgel Chemnitz
  • Clown Fridolin
  • Computerservice Reuther
  • De Schal(l)is aus'n Arzgebirg
  • Dr. Mißbach
  • Edeka-Kaufhalle Rübsam
  • Feuerwehr Chemnitz
  • Fortis-Akademie Fachrichtung Kosmetik
  • Freilicht-Theater Waldenburg
  • Grohmann, Thomas
  • Helmnot-Theater Lichtenstein
  • Hirsch & Richter GbR
  • Jonny & Friends
  • Kraftwerk e.V.
  • Luft- und Sanitärtechnik Chemnitz
  • Miteinander statt Gegeneinander e.V.
  • Mittelalter-Spielleute und "Die Trolle"
  • Parkeisenbahn
  • Radio Chemnitz 102.1
  • Reit- & Fahrtourismus Günther (Pleißa)
  • Saturn Elektrohandels GmbH
  • Schmalzbäckerei Liborius
  • Sparkasse GS Limbach-Oberfrohna
  • Tanzschule Emmerling
  • Tischlerei Härtig

und allen weiteren Spendern und Helfern.


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01.06.2010 – Tierparkfest am 05. und 06. Juni

Tierparkfest 2010. Paarmann Promotion
Am kommenden Wochenende, dem 05. und 06. Juni, findet von 10:00 bis 18:00 Uhr im Tierpark wieder das traditionelle Tierparkfest statt. Das vielfältige Angebot reicht von zahlreichen Bastelstraßen, Spiel - und Quizstationen über Informations- und Verkaufsstände bis zu Bungeetrampolin und Bogenschießen. Auf der Bühne sind u.a. die Hitbox von Radio Chemnitz, das Mitmachtheater Spielzeugland Stockhausen und das Tanzcenter "Passionlife" zu erleben. Auch der Tierparkförderverein ist wieder mit Glücksrad und Infostand vertreten.


Natürlich bietet auch der Tierpark selbst mit seinen knapp 1000 Bewohnern jede Menge Interessantes. Vor allem die Jungtiere bei Emu, Bennettkänguru, Lisztaffe, Somaliwildesel, Trampeltier und Steinbock sind einen Besuch wert.



Hinweis: Aufgrund einer geschlossenen Veranstaltung für chronisch kranke und behinderte Kinder, der "Dreamnight at the zoo", schließt der Tierpark am Freitag, dem 04.06.2010, schon um 17:30 Uhr seine Pforten. Letzter Einlass ist 16:30 Uhr.


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01.06.2010 – Abschied von Ortwin

Zwergflusspferd Ortwin. Foto: Dr. H. WillHeute Morgen musste Zwergflusspferd-Methusalem Ortwin von seinen altersbedingten Leiden erlöst werden. Sein körperlicher Abbau zeichnete sich schon länger ab, in den letzten Tagen verschlechterte sich die Situation. Er nahm keine Nahrung mehr zu sich und hatte Atemprobleme.

Er erreichte das für Zwergflusspferde sehr stolze Alter von 40,5 Jahren und war damit das zweitälteste lebende Zwergflusspferd in Europa. Ortwin lebte seit 2002 im Tierpark Chemnitz.

Leer ist das Gehege nun aber keineswegs, denn der Tierpark hält noch zwei weitere Vertreter dieser selten gezeigten Spezies.


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25.05.2010 – Wasserschweine ziehen ins Sommerquartier um

Die Wasserschweine des Tierparks, auch Capybaras genannt, ziehen morgen, am 26.05.2010, um 11:30 Uhr vom Tropenhaus in ihr Sommerquartier um.

Sie haben die kalte Jahreszeit in der warmen Tropenhalle verbracht und werden dann ab Mittwoch auf der Südamerikaanlage zu beobachten sein, wo sie Sonne tanken und im Wassergraben schwimmen können. Sie teilen sich die Anlage wie jedes Jahr mit Nandus und Alpakas.

Im Tierpark leben drei erwachsene Wasserschweine. Während zwei davon per Kiste umgesetzt werden, wird das dritte, "Wilma", den Weg zu Fuß zurücklegen.

"Wilma" wurde vor drei Jahren im Tierpark geboren und hat von Anfang an intensiv den Kontakt zu den Tierpflegern gesucht. Sie lässt sich ein Brustgeschirr anlegen und läuft dann an der Leine durch den Tierpark, wobei sie natürlich ihre eigenen Vorstellungen von Richtung und Geschwindigkeit hat.

Sie kann bei ihrem Umzug von Besuchern und Medienvertretern begleitet werden.

Wasserschweine im Tropenhaus. Foto: H. Will Wasserschweine auf der Südamerikaanlage. Foto: H. Will


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21.05.2010 – DRK-Blutspendetag im Tierpark am 30.05.

Plakat DRK. Paarmann PromotionAm Sonntag, dem 30. Mai, erwartet der Blutspendedienst des Deutschen Roten Kreuzes wieder zahlreiche Blutspender im Tierpark.

Ein buntes Programm für die ganze Familie mit Spielstationen und zahlreichen Angeboten zum Mitmachen und Toben erwartet die Besucher außerdem im gesamten Tierpark-Gelände. Ob Riesenrutsche, Bungeetrampolin, Zuckerwatte, Basteleien oder Karussell: Zum DRK-Blutspendetag sind die Kleinen die Größten! Verschiedene Spielstationen, an denen Köpfchen und Geschicklichkeit gefragt sind, laden außerdem zum Ausprobieren ein. Unter allen Teilnehmern werden Gutscheine für die Miniwelt und in den Minikosmos nach Lichtenstein verlost.

Die Erwachsenen sind aufgerufen, das Deutsche Rote Kreuz mit einer Blutspende zu unterstützen. Denn jede Blutspende hilft, Leben zu retten. Von 10 bis 17 Uhr erwarten die Helfer des DRK alle freiwilligen Spender im Blutspendelokal in der Tierparkschule. Blutspenden kann jeder gesunde Mensch im Alter von 18 bis 71 Jahren (Erstspender bis 60 Jahre), der bereit ist zu helfen. Mitzubringen ist ein wenig Zeit und der Personalausweis sowie möglichst der Blutspendepass. Vor Ort werden alle Blutspender vom Team des DRK umfassend betreut. Ein Arzt entscheidet über die Spendefähigkeit. Dabei stehen die Sicherheit des Blutempfängers und des Spenders gleichermaßen im Mittelpunkt der Untersuchungen.

Als kleines Dankeschön erstattet das DRK jedem Blutspender und jeweils einem Kind den Eintritt für den Tierpark zurück. Außerdem erhalten alle Spender eine kleine Stärkung. Und auf alle Spender-Kinder wartet eine freie Fahrt auf dem Karussell oder eine vergünstigte Runde auf dem Bungeetrampolin. Auf Wunsch bestimmen die Mitarbeiter des DRK für Kinder der Blutspender kostenlos die Blutgruppe und erstellen einen Nothilfe-Pass.

Weitere Informationen und weitere Blutspendetermine findet man auf der Homepage www.blutspende.de (Sachsen anklicken).


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07.05.2010 – Jungtiere gedeihen gut

Trampeltierfohlen. Foto: A. DubeAuch wenn das Wetter wenig frühlingshaft ist, so locken doch viele Jungtiere in Tierpark und Wildgatter.

Das vor knapp drei Wochen zur Welt gekommene Trampeltierfohlen hat sich sehr gut entwickelt. Es tobt gern durchs Gehege und hält seine Mutter und die beiden anderen Tiere der Herde auf Trab.

Die beiden Emuküken sind schon größer und kräftiger geworden, und das erste Bennettkänguru-Jungtier verlässt nun hin und wieder den Beutel. Auch der Nachwuchs bei den Lisztaffen und den Somali-Wildeseln gedeiht gut und sorgt für Bewegung in den Gruppen.

Im Wildgatter gab es zahlreichen Nachwuchs bei den Wildschweinen und den Mufflons.


Hinweis: Am Samstag, dem 15.05., findet im Tierpark um 19:30 Uhr das Konzert "Tiere und Musik - Tiere in der Musik" mit anschließender Nachtführung statt, und am Sonntag, dem 16.05., startet um 15:00 Uhr im Tierpark das Familienfest "Karneval der Tiere". Beide Veranstaltungen werden von der Sächsischen Mozart-Gesellschaft e.V. im Rahmen des Sächsischen Mozartfestes durchgeführt. Weitere Informationen dazu finden Sie unter www.mozart-chemnitz.de.


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23.04.2010 – Nachwuchs bei den Trampeltieren

Bei den Trampeltieren hat sich lang ersehnter Nachwuchs eingestellt. Stute Siri, die 2007 einjährig aus dem Zoo Saarbrücken nach Chemnitz kam, hat diese Woche ein männliches Fohlen zur Welt gebracht.

Die ersten Tage verbrachten Mutter und Kind im Stall, jetzt sind sie bei gutem Wetter zusammen mit den anderen beiden Tieren der Herde, Hengst Dschingis und einer weiteren Stute, auf der Anlage zu sehen.

Die Stute kümmert sich gut um den Nachwuchs, es ist ihr zweites Fohlen.

Trampeltierstute Siri mit Fohlen. Foto: H. Will Hengst Dschingis, Fohlen, Stute Siri. Foto: H. Will


Video: Nachwuchs bei den Trampeltieren


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15.04.2010 – Nachwuchs bei Lisztaffen und Somaliwildeseln

Lisztaffe mit Jungtier am Bauch. Foto: A. Dube
Im Krallenaffenhaus gibt es Jungtiere zu beobachten, denn bei den Lisztaffen kamen am vergangenen Wochenende Zwillinge zur Welt.

Sie werden nicht nur von der Mutter, sondern auch den anderen Familienmitgliedern betreut und umher getragen. Die Mitarbeit der Familie bei der Jungenaufzucht ist eine Besonderheit der in Südamerika beheimateten Gruppe der Krallenaffen. Dadurch erhöhen sich die Überlebenschancen der Kleinen, die Geschwister sammeln Erfahrungen in der Jungenaufzucht, und das Weibchen wird entlastet. Zwillinge sind hier übrigens die Regel. Der Lisztaffenbestand im Tierpark Chemnitz ist nun auf zehn Tiere angewachsen.



Somaliwildesel, Stute mit Fohlen. Foto: A. DubeDieses Jahr hat sich auch wieder Nachwuchs bei den Somaliwildeseln im Tierpark eingestellt. Am Dienstag kam ein Hengstfohlen zur Welt. Mutter und Kind sind wohlauf, aber auf Grund des nasskalten Wetters momentan höchstens kurz auf der Außenanlage zu sehen. Die Mutterstute "Sabah" stammt aus dem Tierpark Berlin und lebt seit 2002 im Tierpark, wo sie seitdem schon fünf Fohlen zur Welt gebracht hat.

Wildesel sind die Stammform unserer Hausesel und gehören inzwischen zu den am stärksten bedrohten Tierarten. Sie werden nur in wenigen deutschen Zoos und Tierparks gehalten.

Übrigens, vergangenes Jahr stellte der Tierpark zwei hier geborene Somali-Wildesel für ein internationales Artenschutzprojekt in Djibouti zur Verfügung. In diesem nordostafrikanischen Land war einst auch der Somali-Wildesel häufig. Ziel des Projektes ist es, die einheimische Bevölkerung mit verschiedenen ausgerotteten bzw. seltenen Tierarten des Landes vertraut zu machen und so zur Bewusstseinsbildung hinsichtlich Artenschutzes und zur Umwelterziehung beizutragen. Dazu werden in einem riesigen eingezäunten Areal verschiedenen Tierarten, u. a. auch Somaliwildesel, gehalten, tiermedizinisch betreut und verhaltensbiologisch untersucht.


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07.04.2010 – Erstmals Nachwuchs bei den Emus

Emuhahn mit Küken und Eiern. Foto: T. RietzschPassend zu Ostern schlüpften zwei Emuküken aus dunkelgrünen Eiern. Doch anders als bei anderen Vogelarten wurden sie nicht vom Weibchen oder beiden Elternteilen im Wechsel ausgebrütet, sondern ganz allein vom Hahn. Rund zwei Monate hat er geduldig auf dem Nest gesessen und sich nicht stören lassen. Auch das Führen und Bewachen der Jungen übernimmt ausschließlich der Hahn. Die Bindung zwischen dem Männchen und den Jungen ist für etwa sechs Monate sehr eng.

Emu mit Küken. Foto: T. RietzschIm Tierpark können der Hahn und seine Jungen im Gemeinschaftsgehege mit den Kängurus beobachtet werden. Manchmal verkriechen sich die braun-weiß gestreiften Küken auch im sicheren und wärmenden Gefieder des Alttieres. Die Henne wird meist im Nebengehege gehalten, um die Jungenaufzucht nicht zu stören.

Emus sind flugunfähige Laufvögel und die größte Vogelart Australiens. Sie sind fast über den gesamten Kontinent verbreitet und können bis 55 kg schwer und 1,90 m groß werden. Oft stammen übrigens die Eier in einem Nest auch von mehreren Hennen, und nicht immer ist der ausbrütende Hahn auch der Vater.

In Chemnitz wird seit 2004 ein Emupaar gehalten, der jetzige Nachwuchs ist die erste Nachzucht dieser Art im Tierpark. Natürlich besteht gerade in den ersten Lebenswochen der Küken auch die Gefahr, dass sie nicht überleben.

So waren auch die Aufzuchtbemühungen der Erdmännchen nicht erfolgreich, die verbleibenden beiden Jungtiere sind ebenfalls verstorben. Vermutlich hat sich die Gruppe aufgrund mangelnder Erfahrung nicht ausreichend um den Nachwuchs gekümmert.


Video: Emu Nachzucht


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31.03.2010 – Ostern in Tierpark und Wildgatter - auch mit süßen Überraschungen und traditionellem Ostereiersuchen

Auch in diesem Jahr werden der Tierpark Chemnitz und das dazugehörige Wildgatter Oberrabenstein zu den gerade an den Osterfeiertagen ganz sicher wieder viel frequentierten Ausflugszielen gehören. Die in beiden Einrichtungen besonderen Angebote lohnen den Ausflug für die ganze Familie und Tierparkdirektor Dr. Hermann Will lädt herzlich zum Besuch ein!

Cochin-Huhn mit Kücken. Foto: T. Rietzsch
Am Ostersamstag, 3. April, gibt es im Tierpark von 10 bis 18 Uhr ein buntes Programm: Ein tierisches Quiz, verschiedene Spielstationen, Basteln, T-Shirt-Druck, Glücksrad, Kinderschminken und vieles mehr erwarten die Besucher. Natürlich ist auch für das leibliche Wohl für Groß und Klein gesorgt, und die jüngsten Gäste der Einrichtung dürfen sich zudem auf süße Überraschungen freuen.

Nicht zu vergessen natürlich der Tierpark selbst: Es können ca. 900 Tiere in rund 180 Arten beobachtet werden, von denen einige, z.B. Zwergziegen, Kamerunschafe, Hausesel und Kängurus, Nachwuchs haben. Auch in der Fasanerie haben sich rechtzeitig vor Ostern Kücken eingestellt.


für den Größenvergleich. Foto: H. Will


Ob allerdings die Jungtiere bei den Erdmännchen zu sehen sein werden, ist nach Information des Tierparkchefs ungewiss: "Da es sich um den ersten Wurf der Gruppe handelt und die Erfahrung fehlt, ist es nicht sicher, ob die Jungen erfolgreich aufgezogen werden. Bislang haben zwei der Tiere überlebt, die von den erwachsenen Tieren in die Außenanlage in den künstlichen Hügel verbracht wurden."

Neu im Tierpark sind die Greifvogelsilhouetten an denen kleine und große Gäste ausprobieren können, welche Spannweite sie im Vergleich zu verschiedenen Greifvögeln haben


Am Ostersonntag, 4. April, lädt das Wildgatter Oberrabenstein wieder zum traditionellen Ostereiersuchen im 35 Hektar großen Gelände ein. Start ist 10:00 Uhr. Hier ist übrigens diese Woche der erste Nachwuchs eingetroffen - ein Mufflonkalb erblickte das Licht der Welt.


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25.03.2010 – Nachwuchs bei Erdmännchen, Känguru und Hausesel

Weibliches Erdmännchen mit Jungtieren. Foto: T. Rietzsch
Die im letzten Jahr neu in den Tierpark eingezogenen Erdmännchen haben erstmals Nachwuchs! Das Weibchen brachte nach einer Tragzeit von etwa 75 Tagen im Innengehege im Tropenhaus vier Jungtiere zur Welt. Vermutlich wird sie dort aber nicht bleiben, sondern in den künstlichen Bau im Außengehege umziehen.

Erdmännchen leben in Familiengruppen, die meist aus einem dominanten Paar und einigen so genannten "Helfern" bestehen. Letztere sind für die erfolgreiche Aufzucht des Nachwuchses wichtig. So lässt sich auch in unserer Gruppe beobachten, dass sich neben dem Weibchen auch männliche Tiere um den Nachwuchs kümmern, z. B. beim Wärmen helfen.


Hauseselstute mit Nachwuchs. Foto: T. Rietzsch



Mindestens einmal Nachwuchs gab es auch bei den Bennettkängurus, denn aus einem Beutel lugt gelegentlich ein Jungtier hervor. Bis es dieses verlässt, wird aber noch etwas Zeit vergehen.

Geboren wurde der Nachwuchs schon Ende vergangenen Jahres. Bennettkängurus kommen nach einer Tragzeit von etwa 30 Tagen und mit einem Gewicht von weniger als 1 Gramm auf die Welt. Der Winzling krabbelt dann selbständig in den Beutel, saugt sich an einer Zitze fest und verbringt dort die nächsten Monate.


Weiteren Zuwachs gab es bei den Hauseseln - ein männliches Fohlen erblickte das Licht der Welt.


Beuteljunges bei den Bennettkängurus. Foto: T. Rietzsch


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18.03.2010 – Inkakakadus im Tierpark eingezogen

In das Papageienhaus im Tierpark Chemnitz ist mit einem Pärchen Inkakakadus eine neue und imposante Tierart eingezogen. Diese australischen Vögel wurden bisher noch nie im Tierpark gehalten. Sie besitzen eine rotgelb gebänderte Federhaube, die aufgerichtet werden kann und der innerartlichen Kommunikation dient.

Inkakakadu mit aufgestellter Federhaube. Foto: T. Rietzsch
Anfangs haben die Inkakakadus von der Besiedlung Australiens profitiert, weil durch die große Anzahl an Viehtränken auch in trockenen Gebieten Süßwasser zur Verfügung stand. Doch da diese Art sensibel auf Abholzung reagiert, ist sie aus einigen Gebieten schon verschwunden und die Bestandszahlen sind rückläufig. Inkakakadus sind monogam, die Paare finden sich aber zu größeren Schwärmen zusammen, vor allem bei der Nahrungssuche.


Das Weibchen schlüpfte 2009 bei einem Züchter aus dem Ei, das männliche Tier ist ein paar Jahre älter und stammt aus dem Zoo Leipzig. Die Tiere sind seit dieser Woche zusammen und bei schönem Wetter auch im Außengehege des Papageienhauses zu beobachten


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12.03.2010 – Immer noch Winter im Tierpark - na und?

Südamerikanischer Nasenbär. Foto: A. DubeEs ist zum Verzweifeln - der Winter will und will nicht weichen. Aber ein Besuch im Tierpark ist dennoch immer interessant. Wann sonst kann man Rosaflamingos oder Zebras im Schnee sehen? Manche Tiere haben vermutlich beschlossen, einfach schlafend auf das Frühjahr zu warten, andere durchstreifen scheinbar das Gehege auf der Suche nach dem Frühling.

Chinesischer Leopard. Foto: A. DubeAlso, wer am Wochenende noch ein Ausflugsziel sucht, im Tierpark gibt es immer was zu sehen. Zum Beispiel die beiden Sibirischen Tiger Prinz und Taiga, die zusammen im Außengehege zu beobachten sind und denen der Schnee nichts ausmacht. Oder viele Jungtiere bei Schafen und Ziegen im Streichelzoo, die, wie jedes Jahr, die Jungtiersaison eröffnen. Oder die achtköpfige Familie der Lisztaffen im Krallenaffenhaus, bei denen immer etwas los ist und bei deren Fütterung man täglich 14:00 Uhr zuschauen kann.

Rosaflamingos im Schnee. Foto: A. Dube


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25.02.2010 – Neue Tierparkbewohner

Die Sonne und milde Temperaturen locken ins Freie und damit auch in den Tierpark. Die Besucher können dort zwei neue Tiere begrüßen. Die Bennettkängurugruppe, die seit einiger Zeit nur noch aus Weibchen bestand, hat männliche Verstärkung bekommen, denn aus dem Tiergarten Bernburg reiste ein zweijähriger Kängurubock an.

Weißschwanzstachelschwein. Foto: H. WillBei den Weißschwanz-Stachelschweinen hat es einen weiblichen Neuzugang aus Stuttgart gegeben, der jetzt zusammen mit dem Chemnitzer Männchen für Nachwuchs sorgen soll. Bei beiden Arten verlief die Zusammenführung der Geschlechter gut. Es wird sicher noch ein Weilchen dauern, bis sich die Neuzugänge richtig eingelebt haben, doch zu beobachten sind Alt- und Neubewohner gut. Übrigens, bei den Stachelschweinen lohnt es sich ganz besonders um 14:30 Uhr vorbeizuschauen. Dort erfolgt täglich (witterungsabhängig) eine Fütterung, bei der der Tierpfleger auch Fragen beantwortet.


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17.02.2010 – Tiger-Treffen im Tierpark

Bei strahlendem Sonnenschein und unter den Augen vieler Besucher, Medienvertreter und Zoomitarbeiter wurden heute erstmals der Chemnitzer Tigerkater Prinz und die vor 6 Wochen aus dem Zoo Leipzig transferierte Tigerin Taiga zusammen auf die große Außenanlage gelassen.

Taiga, l.; Prinz, r. Foto: A. DubeVorher hatten die Tiere längere Zeit Gelegenheit, sich am Gitter kennen zu lernen. Als deutlich wurde, dass die Katze rollig und damit sehr am Kater interessiert ist, wurde beschlossen, den Versuch des Zusammenführens zu wagen. Gestern konnte Taiga allein in Ruhe das ihr bis dahin unbekannte Außengehege erkunden. Heute Mittag bekam dann der Kater ebenfalls Zugang zum Außengehege. Die erste direkte Begegnung verlief außerordentlich freundlich, und auch im weiteren Verlauf zeigte sich, dass beide Tiere gut harmonieren. Bleibt dies so nach Abklingen der Rolligkeit, können beide Tiger auch zukünftig zusammen gehalten werden.



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12.02.2010 – Akazienratten ziehen im Tierpark ein

Akazienratte. Foto: T. RietzschDiese Woche zogen sieben Akazienratten in eine Schauvitrine im Streichelzoo ein. Akazienratten sind im östlichen Afrika beheimatet und Baumbewohner. Die etwa 15 cm großen Tiere klettern gut, wobei sie ihren bis 20 cm langen Schwanz als Greiforgan einsetzen, und sind nur selten auf dem Boden anzutreffen Daher muss man ein wenig Geduld mitbringen und genau hinschauen, denn die neuen Bewohner halten sich gern in ihrem hochgelegenen Rindennest auf.

Auf dem Speisezettel im Freiland stehen Blätter, Wurzeln, Samen und Beeren, aber auch Insekten. Ihren Namen haben sie von den Bäumen, auf denen sie vorzugsweise leben. Allerdings gehören sie nicht zu den Ratten, sondern zu den Echten Mäusen. In Menschenobhut können Akazienratten 5 bis 6 Jahre alt werden.


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02.02.2010 – Ferienaktionen in Tierpark und Wildgatter

Wer mal wieder die rund 900 Tiere im Tierpark besuchen und ein bisschen mehr über den Tierpark und seine Bewohner erfahren möchte, hat dazu während der Winterferien in Sachsen (06. bis 21.02.) gute Gelegenheit. Bei einer täglich um 14:00 Uhr stattfindenden Kurzführung zu einer bestimmten Tiergruppe erzählt der Tierpfleger Interessantes und Wissenswertes über seine Schützlinge und beantwortet auch Fragen. Die ersten beiden Kurzführungen finden am Samstag, dem 06.02., im Streichelzoo sowie am Sonntag, dem 07.02., im Vivarium statt. Zudem besteht in der Tierparkschule an vielen Ferientagen wieder die Möglichkeit zum Basteln, Spielen und Gestalten.
Auch im Wildgatter kann man Besonderes erleben - während der Ferien werden wochentags jeweils 11:00 Uhr Schaufütterungen angeboten (Montag, Mittwoch und Freitag: Wölfe/Luchse; Dienstag und Donnerstag: Wildschweine/Mufflons).

Pfau im Schnee. Foto: Dr. Hermann WillÜbrigens - Winterschlaf hält keiner der tierischen Bewohner in Tierpark und Wildgatter! Die europäischen Arten im Wildgatter kommen alle ausnahmslos gut mit der Winterwitterung zurecht, denn daran sind sie ja angepasst. Aber auch im Tierpark herrscht keine Flaute. Zwar sind einige wenige sehr kälteempfindlichen Tiere, wie Prinz-Alfred-Hirsch und Lippenbär, gar nicht oder nur kurz im Außengehege zu sehen. Doch die anderen Tierparkbewohner haben sich einfach etwas wärmer angezogen, also einen dickeren Pelz oder eine Speckschicht zugelegt, oder haben sowieso ein Warmhaus zur Verfügung, wo man sie dann gut beobachten kann (z. B. im Tropenhaus). Einigen wenigen Arten, wie dem Eisfuchs, macht das Wetter auch so richtig Vergnügen, stammen sie doch aus polaren oder Gebirgsregionen, wo es ohnehin einen Großteil des Jahres kalt und unwirtlich ist.


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29.01.2010 – Tierpark und Tierparkfreunde Chemnitz e.V. unterstützen Artenschutzprojekte

Eine der wichtigsten Aufgaben der Zoos in der heutigen Zeit ist es, Zentren des Natur- und Artenschutzes zu sein und die Besucher mit Hilfe des Tierbestandes für diese Themen zu sensibilisieren. Dazu gehört aber auch, sogenannte in-situ Artenschutzprojekte zu fördern und zu unterstützen, also Forschungs- und Schutzmaßnahmen, die direkt vor Ort im Lebensraum der Art stattfinden.

Um dies realisieren zu können, greift der Tierparkförderverein, die Tierparkfreunde Chemnitz e. V., dem Tierpark mit Hilfe der Tierpatenschaften unter die Arme. Von der eingenommenen Summe aller Patenschaftsgelder eines Jahres werden 10 Prozent für Artenschutzprojekte gespendet. Dieses Geld (2009: 1272,85 €) kommt diesmal den Prinz-Alfred-Hirschen auf den Philippinen und den europäischen Raubtieren zugute.

Prinz-Alfred-Hirsche. Foto: Dr. Hermann WillDer vom Aussterben bedrohte Prinz-Alfred-Hirsch wird seit vielen Jahren im Tierpark Chemnitz gehalten und gezüchtet. Zoos, die diese Art in ihrem Bestand haben, beteiligen sich, vor allem durch Spenden, an Projekten auf den Philippinen, die die Erforschung und den Schutz der endemischen Tierart zum Ziel haben.

Wildkatze. Foto: Dr. Hermann WillDer Verband europäischer Zoos und Aquarien (EAZA) hat 2008 eine Kampagne zum Schutz der europäischen Raubtiere ins Leben gerufen, die bis 2010 läuft. Sie will über die heimische Vielfalt an fleischfressenden (carnivoren) Tierarten, über Bedrohungsfaktoren und Umweltverschmutzung aufklären und europaweit die Aufmerksamkeit auf die ökologische Rolle der Beutegreifer in unserer Umwelt richten. Sie soll deutlich machen, dass Naturschutz nicht nur in fernen Winkeln der Welt nötig ist. Von den Arten, die im Mittelpunkt der Aktion stehen, hält der Tierpark vier: Luchs, Wildkatze, Wolf und Polarfuchs.


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15.01.2010 – Winterspaziergang in Tierpark und Wildgatter mit Einladung zum Besuch im Tropenhaus

Mindestens einen Winterspaziergang wert sind die schönen Areale des Chemnitzer Tierparks an der Nevoigtstraße sowie des ebenfalls zum Tierpark gehörenden Wildgatters in Rabenstein. Und wer zwischendurch mal genug hat von Schnee und Kälte, der ist eingeladen sich wieder einmal mehr Zeit zu nehmen für einen ausgedehnten Aufenthalt im Tropenhaus des Tierparks.

Hier gibt es viel zu sehen und zu beobachten - und schön warm ist es außerdem: In der Freiflughalle sind sieben Vogelarten zu Hause, von denen zwei sogar Nachwuchs haben. Ende des vergangenen Jahres schlüpfte bei den südamerikanischen Sonnenrallen und den philippinischen Bartlett-Dolchstichtauben jeweils ein Jungtier. Während die Ralle kurz davor steht, das Nest zu verlassen, kann die Taube mit etwas Glück schon in der Freiflughalle beobachtet werden.


Auch die anderen Bewohner vom Tropenhaus freuen sich stets über neugierige Besucher: Erdmännchen, Klammeraffen und Zwergflusspferde müssen wetterbedingt derzeit zwar auf den Aufenthalt in ihren Außengehegen verzichten, lassen sich aber dafür in ihren Innengehegen besonders gut beobachten. Vor allem bei den aktiven Erdmännchen ist immer etwas los.

Das Anfang November geborene Faultierkind gedeiht gut. Hier besteht an den Wochenenden zum „Faultiertreff” um 14 Uhr die beste Chance, einen Blick auf den Nachwuchs zu erhaschen, der sich nach wie vor vorwiegend bei der Mutter aufhält.

Dolchstichtaube. Foto: Tierpark Chemnitz Faultiernachwuchs. Foto: Dr. Hermann Will Sonnenralle. Foto: Tierpark Chemnitz

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07.01.2010 – Tigerkatze Taiga zieht in Chemnitzer Tierpark ein

Amurtiger Prinz hat wieder weibliche Gesellschaft: Heute Morgen reiste die zwölfjährige Tigerin Taiga, eine gebürtige Moskauerin, aus dem Zoo Leipzig an. Transfer und Ausladen verliefen unkompliziert, Taiga verließ nach kurzem Zögern die Transportkiste und nahm ihre neue Behausung in Besitz. Prinz, der sich auf der großen Außenanlage befand, verfolgte das ganze Geschehen sehr interessiert. Kurz danach wurde der Tigerin auch schon Zugang zur kleinen Außenanlage gewährt. Taiga ließ sich nicht lange bitten und nahm diese und den benachbarten Kater rasch in Augenschein. Zur Freude aller anwesenden Zoomitarbeiter begrüßten sich beide durch das Gitter sehr freundlich auf tigertypische Art – sie prusteten sich an.

Das lässt darauf hoffen, dass sich beide Tiere gut verstehen werden. Zusammengelassen können beide aber erst werden, wenn die Tigerin rollig und damit paarungsbereit wird. Nachwuchs ist durchaus erwünscht, aber auf Grund des Alters beider Tiere nicht sicher.

Tigertransport. Foto: Dr. Hermann Will Tiger-Begrüßung. Foto: Dr. Hermann Will

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aktualisiert am: 08.04.2021