Aktuelle Meldungen aus diesem Jahr


23.08.2021 – Besuch in Tierpark und Wildgatter

Einrichtungen, die, wie Tierpark und Wildgatter, nach den aktuellen Verordnungen öffnen dürfen, benötigen ein Hygienekonzept. Für Zoos ist in der Allgemeinverfügung zum Vollzug des Infektionsschutzgesetzes eine Zutrittsbegrenzung für eine maximale Personenzahl umzusetzen.

Zugang

Pro Stunde können jeweils 150 Besucher in die Einrichtungen eingelassen werden (Kinder zählen dabei ab dem 1. Lebensjahr).

Man kann sich weiterhin online anmelden (das kann man auch noch über einen ausgehangenen QR-Code direkt vor Ort vornehmen). Auf der Hompage (siehe Leiste rechts) gibt es zwei Links, die zu einer Anmeldeplattform für Tierpark und Wildgatter führen. Dort wird dann pro Person eine Reservierung vorgenommen, diese Anmeldung muss auf dem mobilen Endgerät gespeichert oder ausgedruckt und am Tierparkeingang bzw. an den Kassen vorgezeigt werden. Ohne Nachweis ist die Voranmeldung nicht gültig. Kontaktdaten werden nicht mehr erhoben. Bezahlt wird nach wie vor an den Kassen, nicht beim Anmelden im Internet. Wir empfehlen die Anmeldung, da dadurch der Wunschtermin gesichtert ist (gerade für Gruppen).

Man kann kann Tierpark und Wildgatter auch ohne Anmeldung besuchen. Ist aber das Kontigent für die jeweilige Stunde erschöpft, muss auf das nächste Eintrittsfenster gewartet werden. Daher muss bei einem Besuch ohne Voranmeldung mit Wartezeiten gerechnet werden, und bei größeren Gruppen kann es passieren, dass nicht alle Personen zeitgleich in die Einrichtung eingelassen werden können.

Negativtest

Derzeit besteht keine Testpflicht, es müssen auch keine Impfbestätigungen u.ä. vorgezeigt werden.

Maskenpflicht

Im Kassenhaus des Tierparks, in den Häusern sowie auf den Toiletten ist ein medizinischer Mund-Nasen-Schutz bzw. eine FFP-2-Maske ohne Auslassventil zu tragen. Im Wildgatter muss im Sanitärbereich sowie in den Hütten medizinischer MNS bzw. FF2-Maske ohne Auslassventilgetragen werden. Diese Regeln gelten auch für Kinder ab 6 Jahren.

Besuchsregeln

COVID-positive Personen sowie Personen, die innerhalb der letzten zwei Wochen Kontakt zu einer COVID-positiven Person hatten sowie Personen, die Krankheitssymptome haben, die auf COVID-19 hinweisen, haben keinen Zutritt zu Tierpark und Wildgatter.

Im Tierpark sind neben den Außenanlagen derzeit Tropenhaus und Bauernhof mit Streichelzoo (ohne Futterautomat) im Einbahnstraßensystem und limitierter Besucherzahl geöffnet. Vivarium und Krallenaffenhaus bleiben noch geschlossen. Liegt die Inzidenz in Chemnitz an fünf Tagen wieder bei oder über 35, bleiben ab dem übernächsten Tag alle Tierhäuser geschlossen.

Der Zutritt im Tierpark erfolgt über das Kassenhaus. Es darf nur immer eine Person oder zusammengehörige epidemiologische Einheit das Kassenhaus betreten, alle anderen bitte davor warten und Abstand halten. Der Ausgang erfolgt NUR über das Drehkreuz. Es gibt einen vorgegebenen Rundgang, um Begegnungen zu minimieren. Bitte halten Sie sich daran! Nicht alle Wege können begangen werden.

Es gelten die üblichen Abstands- und Hygieneregeln. Vermeiden Sie bitte Gruppenbildungen und wahren Sie untereinander, wenn Sie nicht im gleichen Haushalt leben, sowie auch zu den Mitarbeitern der Einrichtungen mindestens 1,50 m Abstand.

Öffentliche Fütterungen und andere Aktionen finden nicht statt. Die Bollerwagen können leider derzeit nicht genutzt werden.

Beachten Sie bitte auch die Tierpark- und Wildgatterordnung und unterlassen Sie das Füttern der Tiere!

Änderungen vorbehalten.


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16.09.2021 – Nachwuchs bei seltener Amphibienart

Zu den Besonderheiten im Tierpark Chemnitz zählt sicherlich das Vivarium, welches über 80 verschiedene Amphibienarten beheimatet. Darunter finden sich auch viele Arten, die nur selten in zoologischen Einrichtungen gezeigt werden oder die nur noch selten in der Natur zu finden sind. Zur ersten Kategorie zählt der Oviedo-Feuersalamander. Die nordspanische Unterart des Feuersalamanders wird europaweit außer in Chemnitz nur noch im Zoo Plzen gezeigt.

Auch wenn das Vivarium zurzeit nicht für Besucher*innen zugänglich ist, läuft der tierpflegerische Betrieb natürlich weiter. So gibt es auch einige Arten, die Nachwuchs haben, wie auch der Oviedo-Feuersalamander. Das Besondere daran: bei dieser Unterart werden vollentwickelte Jungtiere geboren. Zwar gelten grundsätzlich alle Feuersalamander als lebendgebärdend, da sie, anders als die meisten Amphibien, keinen Laich absetzen. Die Eier entwickeln sich im Körper der Mutter, wo auch die Larven schlüpfen. Diese werden dann in einem Laichgewässer abgesetzt und verfügen anfangs noch über deutlich sichtbare Kiemenäste. Nach der Metamorphose sind diese verschwunden und die Feuersalamander wandern an Land und atmen fortan über die Lungen.

Foto: Kevin Rüffer

In der nordspanischen Stadt Oviedo stehen den dort lebenden Feuersalamandern kaum Laichgewässer zur Verfügung, was zum einem an der Stadtlandschaft und zum anderen an dem trockenen Klima liegt. Insofern kommen die Jungtiere direkt ohne Kiemenäste zur Welt und leben von Anfang an terrestrisch. Hier findet also keine Umwandlung von der Larvenform zum erwachsenen Tier mehr statt. Diese Besonderheit weisen nur einige wenige Amphibienarten auf.

Zwar gilt der Feuersalamander als Art auf der Roten Liste gefährdeter Arten als nicht gefährdet, die einzelnen Unterarten sind aber teilweise vom Aussterben bedroht, was häufig an der geringen Größe des Verbreitungsgebietes liegt. Im Tierpark Chemnitz werden neben dem Oviedo-Feuersalamander noch vier weitere Unterarten gehalten: der Almanzor-, der Gebänderte, der Gefleckte und der Portugiesische Feuersalamander.

Da Amphibien als die am meisten bedrohte Wirbeltierklasse weltweit gelten, leistet der Tierpark Chemnitz mit seinen regelmäßigen Nachzuchten bei diversen Arten einen wichtigen Beitrag zum Arterhalt ebendieser.


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13.09.2021 – Bauarbeiten im Tierpark – Steinböcke umgezogen

Dem aufmerksamen Besucher ist es sicher schon aufgefallen – in der großen Huftieranlage am Berg sind keine Tiere, dafür aber Handwerker zu sehen – die Baumaßnahmen zu den neuen Projekten im Tierpark haben begonnen.

Der Tierparkförderverein unterstützt den Tierpark bei der Umsetzung des Masterplanes. Die nächsten beiden Vereins-Projekte sind der Bau eines Eiszeitspielplatzes mit Zieselgehege auf dem Gelände der alten Schneeziegenanlage und der Umbau der Steinbockanlage zu einer Doppel-Anlage für Dscheladas und Steinböcke. Es handelt sich dabei um modifizierte Maßnahmen aus dem Masterplan Tierpark Chemnitz 2030+ aus der Phase III, die aufgrund schon länger leerstehender Gehege vorgezogen werden.

Dadurch werden weitere Attraktionen geschaffen. Allerdings bedeuten Bauarbeiten auch immer Verkehrseinschränkungen, und daher liegen, voraussichtlich ab Mittwoch, wenn der Rückbau der Ställe und Wege beginnt, und für die gesamte Zeit der Baumaßnahmen im Tierpark „Straßensperrungen“ vor, die den Rundgang durch die Anlage unterbrechen. Ab dem Ende des Nasenbärgeheges in Richtung Huftiere ist der Durchgang dann nicht mehr möglich. Der „Huftierberg“, also Hirsche, Anoas, Kulane, Wildesel, Trampeltiere und Steppenfüchse, kann über den Weg bei den Hyänen erreicht werden. Das bedeutet für die Besucher, einige Wege doppelt begehen zu müssen, aber vielleicht entdeckt man auf dem Rückweg ganz andere Dinge als auf dem Hinweg?

Die Steinböcke sind vorübergehend aus ihrer Anlage aus- und auf den Viehhof eingezogen und derzeit nicht zu sehen.


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31.08.2021 – Neues Beo-Pärchen im Tierpark Chemnitz

Im Tierpark Chemnitz werden seit einigen Jahren Mittelbeos gehalten, eine Unterart der zu den Staren zählenden Beos. Nachdem im Februar dieses Jahres die Mittelbeo-Henne in Chemnitz verstorben war, tauschte der Tierpark Anfang Juli seinen verbliebenen Hahn gegen ein Pärchen mit dem Vogelpark Marlow. Das Besondere daran: der Tausch erfolgte über ein „Dating-Center“ für Beos.

Im letzten Jahr wurde der Beo von der Zoologischen Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz (ZGAP) zum Zootier des Jahres 2020 gewählt. Im Zuge dieser Artenschutzkampagne werden jedes Jahr verschiedene Schutzprojekte speziell für die entsprechende Tierart direkt von der ZGAP unterstützt. So wurde u.a. im Vogelpark Marlow eine Art Beo-Partnervermittlung aufgebaut, wo die Vögel die Möglichkeit bekommen, sich ihren Partner selbst auszusuchen.

Foto: Jan Klösters

Die monogam lebenden Beos sind bei der Wahl eines geeigneten Partners nämlich sehr anspruchsvoll, was es selbst für erfahrene Züchter und Züchterinnen und zoologische Einrichtungen schwierig macht, Beos nachzuzüchten. Damit sich ein harmonierendes Paar finden kann, braucht es eine größere Auswahl an Individuen. Eine entsprechende Auswahl wird durch das "Beo-Dating-Center" im Vogelpark Marlow ermöglicht.

Mit den dort entstandenen Paaren, die dann andere zoologische Einrichtungen weitervermittelt werden, erhofft man sich mehr Beo-Nachwuchs, damit sich die Bestände der teilweise vom Aussterben bedrohten Unterarten wieder erholen können. Vielleicht gibt es demnächst auch aus dem Tierpark Chemnitz Nachwuchs bei den Mittelbeos zu vermelden.


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31.08.2021 – Tierpark Chemnitz beteiligt sich an Wiederauswilderungsprojekt

Der Vietnamfasan (früher Edwardsfasan) ist eine von vielen Raritäten im Vogelbestand des Tierparks Chemnitz. Endemisch in Zentral-Vietnam wird diese Art als vom Aussterben bedroht beschrieben. Da es seit 2018 keine gesicherten Daten mehr über den Bestand gibt, die Zahlen aber damals schon stark abnehmend waren, geht man mittlerweile davon aus, dass die Art in der Wildbahn ausgestorben ist. Grund dafür sind vor allem die Lebensraumzerstörung, aber auch Bejagung.

Umso erfreulicher ist es, dass die Art, die seit 2013 im Tierpark gehalten wird, seit 2015 regelmäßig für Nachwuchs sorgt - so auch dieses Jahr. Zudem beteiligt sich der Tierpark Chemnitz erfolgreich am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm und vermittelt auch Tiere, die für Wiederauswilderungsprojekte vorgesehen sind. So verließ eine im letzten Jahr geschlüpfte Henne den Tierpark am 09. August in Richtung Mulhouse in Frankreich (Chemnitzer Partnerstadt!).Von dort aus geht es weiter nach Singapur. Hier soll im Jurong-Vogelpark eine weitere Satellitenpopulation entstehen. Das bedeutet, dass die dort nachgezogenen Vietnamfasane in geeigneten Reservaten in Vietnam wieder ausgewildert werden.

Vietnamfasan-Henne. Foto: Sandra Baumann

Diese Auswilderung wird vom Tierpark Chemnitz nicht nur durch die Abgabe von Tieren ermöglicht, sondern auch finanziell unterstützt. Die Organisation und Planung einer solchen Auswilderung wird durch die European Association of Zoos and Aquaria (EAZA) und die World Pheasant Association (WPA) koordiniert.

Mit der Beteiligung an einem solchen Wiederauswilderungsprojekt betreibt der Tierpark Chemnitz aktiv Artenschutz – eine der Kernaufgaben zoologischer Einrichtungen. Es bleibt zu hoffen, dass sich die Bestände des Vietnamfasans wieder erholen werden.


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20.08.2021 – Nachwuchs bei den Erdmännchen

Seit der vergangenen Woche ist der neue Nachwuchs bei den Erdmännchen zeitweise auf der Anlage zu sehen. Am 20. Juli entdeckten die Mitarbeiterinnen erstmals die Jungtiere in ihrer Wurfbox. Mit dem aktuellen Nachwuchs umfasst die Gruppe im Chemnitzer Tierpark nun zwölf Tiere. In der Wildbahn können die sehr geselligen Tiere auch in Kolonien von bis zu 40 Individuen zusammenleben.

Foto: Jan Klösters

Erdmännchen sind wie die meisten Raubtiere Nesthocker, d.h. sie verlassen erst nach einer gewissen Zeit den schützenden Bau, in dem sie zur Welt kamen. Hinzu kommt, dass Erdmännchen bei der Geburt Augen und Ohren noch geschlossen haben. Diese öffnen sich erst nach circa zwei Wochen.

Mittlerweile erkunden die Jungtiere auch schon fleißig die Anlage – immer unter den wachsamen Augen der Familienmitglieder. An der Aufzucht des jüngsten Nachwuchses beteiligen sich nämlich alle Tiere einer Kolonie. Die Jungtiere ziehen sich auch immer mal für eine Pause in eine der Höhlen zurück, wo sie von der Mutter noch gesäugt werden.


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16.08.2021 – Nachwuchs bei den Alpakas

Seit Anfang August gibt es mit einem weiblichen Alpakafohlen weiteren Nachwuchs auf der Südamerika-Anlage. Mutter ist die sechsjährige Rafaela, Vater ist der fünfjährige Jacob. Insgesamt umfasst die Alpakaherde im Tierpark nun fünf Tiere.

Foto: Jan Klösters

Alpakas gehören neben Lamas, Vikunjas und Guanakos zu den sogenannten Neuweltkamelen. Den meisten Leuten sind allerdings die Haustierformen der Neuweltkamele – Alpaka und Lama - eher bekannt als die Wildtierarten. Gerade das vom Guanako abstammende Lama kennen viele vor allem durch das ihm nachgesagte „Spucken“. Das Alpaka, dessen Stammform wahrscheinlich das Vikunja ist, wird dagegen häufig mit seiner Eigenschaft als Wolllieferant in Verbindung gebracht.

Dass es sich bei Lamas und Alpakas tatsächlich auch um Kamele handelt, ist dagegen nicht zwingend geläufig. Das mag daran liegen, dass ihnen das vergleichende Merkmal offensichtlich fehlt, nämlich der Höcker am Rücken. Was aber alle Kamele gemeinsam haben, ist ein dreikammerig aufgebauter Magen, der funktionell dem der Wiederkäuer gleicht. Letztlich steht dieser Magen auch in Verbindung mit der Fähigkeit zu Spucken. Deshalb beherrschen auch alle Kamelarten das Spucken von Speichel und Mageninhalt.

Im Tierpark muss man sich aber keine großen Sorgen darum manchen, von einem der dort lebenden Alpakas angespuckt zu werden. In erster Linie dient das Spucken als Kommunikation unter Artgenossen. Zusätzlich zeichnen sich Alpakas durch einen ruhigen und friedlichen Charakter aus, weshalb sie mittlerweile in Deutschland auch beliebte Nutz- und Freizeittiere geworden sind, die sogar in der tiergestützten Therapie eingesetzt werden.

Aus diesem Grund ist die Südamerika-Anlage auch als Gemeinschaftsanlage angelegt. Die Alpakas teilen sich diese ganzjährig mit den Nandus und in den Sommermonaten zusätzlich mit den Capybaras. Momentan kann man die junge Alpakastute gut dabei beobachten, wie sie die Anlage erkundet und sich auch vorsichtig ihren artfremden Mitbewohnern nähert.


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30.07.2021 – Nachwuchs bei den Minischweinen

Am 23. Juli gab es Nachwuchs auf dem erzgebirgischen Bauernhof im Tierpark Chemnitz: Die Göttinger Minischwein-Sau Bärbel hat gleich sechs Ferkel zur Welt gebracht. Für Bärbel, die erst Anfang des Jahres in den Tierpark kam, ist es der erste Nachwuchs. Vater ist Eber Ehrmann, der momentan getrennt von Sau und Ferkeln im Nachbargehege untergebracht ist.

Foto: Jan Klösters

Hausschweine tragen drei Monate, drei Wochen und drei Tage, was in Summe zwischen 112 und 114 Tagen sind. Wie bei ihren wilden Verwandten, den Wildschweinen, bauen sie vor der Geburt ein nestartiges Lager, in dem die Ferkel die ersten Wochen verbringen. Drei bis vier Monate lang säugt die Sau ihre Ferkel.

Die Hausschwein-Rasse „Göttinger Minischwein“ wurde Anfang der 60er-Jahre durch gezielte Kreuzung an der Universität Göttingen gezüchtet. Ziel war, eine besonders kleine Schweinerasse zu kreieren, die speziell für Versuchszwecke gedacht ist, da sich Menschen und Schweine physiologisch recht ähnlich sind. Mittlerweile erfreuen sich die Minischweine aber auch großer Beliebtheit als Haustiere, weshalb es eine große Vielfalt an Farbschlägen gibt.


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30.07.2021 – Nachwuchs bei den Rebhühnern

Bei den Rebhühnern im Wildgatter Oberrabenstein sind am 10. Juli elf Küken geschlüpft.

Normalerweise beginnt die Balz der Rebhühner im zeitigen Frühjahr. Der Zeitpunkt richtet sich nach den Temperaturen: Da es in diesem Jahr relativ lange kalt war, hat sich ihre Balz entsprechend nach hinten verschoben.

Rebhennen legen im Schnitt 15 Eier, wobei jüngere Hennen mehr legen als ältere. Die Brutzeit beträgt 24 bis 26 Tage, die Küken sind Nestflüchter. Der Hahn bewacht die brütende Henne und beteiligt sich auch an der Aufzucht und dem Schutz der Jungen. Die Familie – bei Rebhühner spricht man in der Jägersprache von einer Kette – bleibt den Winter über zusammen.

Foto: Jan Klösters

Rebhühner gelten in Deutschland als stark gefährdete Tierart. Die intensive Landwirtschaft macht den einstigen Kulturfolger zum Kulturflüchter. Rebhühnern fehlen heutzutage geeignete Brutmöglichkeiten. Des Weiteren finden sie oft auch keine geeignete Nahrung. Dabei gelten Rebhühner eigentlich als relativ anspruchslose Tierart – trotzdem gehen die Bestände immer mehr zurück.


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28.07.2021 – freitägliche Abendführungen während der Ferien und Führung zum CSD

Was machen die Tiere im Tierpark eigentlich am Abend bzw. in der Nacht? Wer legt sich schlafen und wer wird abends erst richtig munter? Diesen und anderen Fragen soll hier auf den Grund gegangen werden. Während der Sommerferien wird es an jedem Freitag eine abendliche Führung durch den Tierpark Chemnitz geben. Start ist jeweils 19.30 Uhr und der Rundgang dauert ca. 90 Minuten.

Foto: Jan Klösters

Die Teilnahme an der Führung kostet 10 Euro pro Person und die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Am 30. Juli, am 13. und 27. August ist die Teilnahme für Kinder ab 6 Jahren geeignet. Am 6. und 20. August sowie am 3. September liegt das Mindestalter für eine Teilnahme bei 12 Jahren. Das Angebot richtet sich aber selbstverständlich auch an Erwachsene.

Eine Anmeldung unter tierpark@stadt-chemnitz.de ist bis zum jeweiligen Donnerstag vorher (bis 15 Uhr) notwendig. Die Karten können nach bestätigter Anmeldung zu den regulären Öffnungszeiten an der Tierparkkasse erworben werden. Eine Abendkasse wird es aus organisatorischen Gründen nicht geben. Auch Stornierungen sind nicht möglich.

Bei der Abendführung sind die derzeit geltenden Hygieneregeln einzuhalten. Bei Betreten von Tierhäusern besteht für alle Masken-Pflicht. Die Teilnahme mit Hund ist nicht möglich.

ACHTUNG! Nachtrag 07.08.: bis auf den 3.9. sind die Führungen ausgebucht!


Am 31. Juli findet in Chemnitz wieder der Christopher-Street-Day statt. Und da Homosexualität nicht nur ein menschliches Phänomen ist, bietet der Tierpark Chemnitz am Freitag, dem 30. Juli, 17 Uhr, und am Samstag, dem 31. Juli, 10 Uhr, je eine Sonderführung zum Thema „Homosexualität im Tierreich – von Queeren Tieren" an.

Homosexuelles Verhalten ist bei mehr als 1000 Tierarten bekannt. So ist z.B. etwa jedes zehnte Meerschweinchen schwul. Auch bei Pinguinen oder Flamingos sind homosexuelle Pärchen keine Seltenheit. Im Tierpark wurden u.a. die Trampeltierstuten schon bei sexuellen Kontakten untereinander beobachtet.

Foto: Jan Klösters

Die etwa einstündige Führung hält für jeden einige amouröse Kuriositäten bereit. Die Teilnahme ist kostenfrei (es muss lediglich der Eintrittspreis entrichtet werden). Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl von max. 20 Personen je Führung wird um eine vorherige Anmeldung unter (0371) 488 4800 oder per E-Mail an tierpark@stadt-chemnitz.de gebeten.


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21.07.2021 – Jungtiere bei den Capybaras

Anfang Juli hat es auf der Südamerika-Anlage im Tierpark Chemnitz Nachwuchs bei der größten Nagetierart gegeben: Capybara Lotta brachte am 8. Juli drei Jungtiere zur Welt. Für Lotta ist es der erste Nachwuchs überhaupt. Sie kam im September 2019 mit knapp neun Monaten gemeinsam mit einem weiteren Weibchen aus dem ZooParc Overloon in den Niederlanden nach Chemnitz. Vater ist der zehnjährige Fred, der seit 2014 in Chemnitz lebt.

Foto: Jan Klösters

Wasserschweine, wie die Capybaras im Deutschen auch genannt werden, kommen als sogenannte Nestflüchter bereits gut entwickelt zur Welt. Wie für die meisten Nagetiere üblich haben auch Capybaras bei der Geburt kein Milchzahngebiss, sondern besitzen gleich die bleibenden Zähne. So nehmen die Jungtiere auch vom ersten Tag an feste Nahrung, hauptsächlich Gräser, zu sich. Gesäugt werden sie ungefähr drei bis vier Monate lang.

Foto: Jan Klösters

In Südamerika zählen Capybaras zu den größten Grasfressern des Kontinents. Übersetzt bedeutet die Bezeichnung Capybara auch so viel wie „Herr der Gräser“.

Im Tierpark Chemnitz teilen sich die Tiere den Sommer über die Anlage mit Nandus und Alpakas. Werden die Tage kürzer und die Temperaturen kälter, ziehen die eher wärmere Temperaturen gewöhnten Capaybaras in das Tropenhaus um und teilen sich das Gehege als Unterbesatz mit dem Faultier.


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13.07.2021 – Weiterer Nachwuchs in der Fasanerie

Viele Vogelarten haben in den letzten Wochen gebrütet. Aus diesem Grund sind in den Volieren der Fasanerie im Tierpark Chemnitz einige Jungvögel zu beobachten. So auch bei den Graukardinälen.

Am 21. Juni sind hier zwei Küken geschlüpft. Am 6. Juli haben die beiden Jungvögel das Nest verlassen. Sie werden aber noch weiterhin von beiden Elternteilen versorgt. Mit etwas Glück kann man dieses Verhalten gut im Tierpark beobachten. Momentan sind die Jungtiere aufgrund ihrer eher bräunlich gefärbten Haube noch gut von den Eltern zu unterscheiden. Nach der ersten Mauser wird sich diese auch auffällig rot färben.

Foto: Jan Klösters

Graukardinäle stammen ursprünglich aus Südamerika. Diese Vogelart wird deutschlandweit nur in fünf zoologischen Einrichtungen gezeigt. Im Tierpark Chemnitz gibt es regelmäßig Nachwuchs.


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13.07.2021 – Nachzucht bei den Zwergzebus

Seit Anfang Juni ist die Herde der Kaukasus-Zwergzebus im Tierpark Chemnitz gewachsen. Kuh Amira brachte am 6. Juni einen kleinen Bullen zur Welt. Für Amira ist es bereits das sechste Jungtier – allerdings das erste in Chemnitz. Die in Asien domestizierte Rinderrasse wird erst seit Oktober 2019 im Tierpark gehalten. Die drei Zebus Max, Amira und Annabelle kamen damals aus dem Zoo Stralsund nach Chemnitz.

Foto: Jan Klösters

Die ersten Tage nach der Geburt verbrachte das Jungtier zusammen mit seiner Mutter getrennt von den anderen Zebus. Mittlerweile ist es aber gut in der Herde integriert und somit auch auf der Anlage zu sehen.

Zwergzebus gehören zu den sogenannten Buckelrindern. So leitet sich der Name Zebu vom tibetischen Wort für Buckel ab. Mit dem namensgebenden Buckel unterscheiden sich Zwergzebus deutlich von den in Europa gehaltenen Rinderrassen. Der Buckel, der vornehmlich aus verschiedenen Muskeln und weniger aus Fettgewebe besteht, ist bei den männlichen Tieren stärker ausgeprägt. Ein weiteres charakteristisches Merkmal ist eine stark ausgebildete Wamme am Hals der Zwergzebus.

Foto: Tierpark

Die meisten der in Europa gehaltenen Tiere stammen ursprünglich aus Sri Lanka. Die Vertreter der kaukasischen Zuchtlinie werden in zoologischen Einrichtungen nur sehr selten gezeigt. In Deutschland kann man sie außer in Chemnitz nur noch im Zoo Stralsund und im Tierpark Berlin sehen. Insofern freut sich der Tierpark Chemnitz besonders, zum Erhalt dieser seltenen Nutztierrasse beizutragen.


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05.07.2021 – Nachwuchs bei seltener Fasanenart

Im Tierpark Chemnitz gibt es Nachwuchs bei den Vietnamfasanen. Anfang Juni sind insgesamt drei Küken geschlüpft. Diese werden von beiden Elternteilen versorgt. Zum Schutz verstecken sie sich häufig noch unter der Mutter. Sie wurden aber auch schon dabei beobachtet, wie sie, wie für Hühnervögel üblich, nachts auf der Stange schlafen. Die Art wird seit 2013 im Tierpark gehalten und sorgt seit 2015 regelmäßig für Nachwuchs.

Foto: Jan Klösters

Wie für die meisten Fasanenartigen typisch besteht ein deutlicher Geschlechtsunterschied zwischen Männchen und Weibchen. Während die Henne überwiegend schlicht braun gefärbt ist, fällt der Hahn durch sein leuchtend blaues Gefieder auf. Die Jungtiere tragen anfangs der Tarnung halber das schlichte Federnkleid der Mutter, färben sich aber mit ungefähr einem Jahr geschlechtstypisch um.

Foto: Sandra Baumann

Im Tierpark Chemnitz gibt es einige Raritäten im Vogelbestand zu entdecken – Arten, die nur selten in zoologischen Einrichtungen gezeigt werden oder die nur noch selten in der Natur zu finden sind. Zu letzterer Kategorie zählt der Vietnamfasan. Endemisch in Zentral-Vietnam wird diese Art als vom Aussterben bedroht beschrieben. Da es seit 2018 keine gesicherten Daten mehr über den Bestand gibt, die Zahlen aber damals schon stark abnehmend waren, geht man mittlerweile davon aus, dass die Art in der Wildbahn ausgestorben ist. Grund dafür sind vor allem die Lebensraumzerstörung, aber auch Bejagung. Umso erfreulicher ist es, dass die Art bei uns auch dieses Jahr wieder Jungtiere hat.

Der Tierpark Chemnitz beteiligt sich nicht nur erfolgreich am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm, sondern vermittelt auch Tiere, die für Wiederauswilderungsprojekte vorgesehen sind.


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17.06.2021 – Nachwuchs bei den Kleinkatzen im Tierpark

Bei den Kleinkatzen des Tierparks Chemnitz gibt es seit den letzten Wochen Nachwuchs zu bestaunen. So ist am 28. April ein Jungtier bei den Amurkatzen geboren. Für das Pärchen, welches seit Ende 2019 zusammen in Chemnitz lebt, ist es der erste Nachwuchs.

Foto: Jan Klösters

Die Amurkatze ist eine Unterart der Bengalkatze und kommt im Osten Sibiriens sowie der nördlichen Mongolei vor. Aufgrund ihrer Herkunft haben Amurkatzen – im Gegensatz zu den in südlichen Regionen lebenden Unterarten – eine feste Paarungszeit. Die meisten Geburten fallen deshalb auf den Mai. Die Jungtiere werden blind geboren, öffnen nach ungefähr 14 Tagen ihre Augen und verlassen nach knapp einem Monat das Versteck.


Knapp eine Woche später – genauer am 06. Mai - ist ebenfalls ein Jungtier bei den Oman-Falbkatzen zur Welt gekommen. ls typischer Nesthocker verbrachte es die ersten Lebenstage noch versteckt in der Wurfbox. Mittlerweile ist das Jungtier aber auch auf der Außenanlage zu entdecken - natürlich in Begleitung seiner Eltern. Für das seit 2018 zusammenlebende Pärchen ist es nach 2019 der zweite Nachwuchs.

Foto: Jan Klösters

Diese Unterart der Wildkatze wird nur ganz selten in zoologischen Einrichtungen gezeigt. Sie ist übrigens nicht der Vorfahr unserer Hauskatze, das ist die Libysche Falbkatze.


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17.06.2021 – Wiederaufforstung im Wildgatter Oberrabenstein im vollen Gange

In den letzten Jahren hat das Wildgatter Oberrabenstein sehr unter den extremen Wetterbedingungen gelitten. Zuerst waren es Stürme, die viele Bäume vor Ort zu Fall brachten. Durch die trockenen Sommer der vergangenen Jahre hatte zusätzlich der Borkenkäfer leichtes Spiel, sich ungehindert auszubreiten und den Bäumen zu schaden. Aufgrund des Wassermangels konnten die Fichten kein Harz bilden, um sich gegen den Borkenkäfer zur Wehr zu setzen. Dies ist allerdings ein Ereignis, welches in ganz Deutschland vorkommt.

Allein 2019 mussten rund 600 Festmeter Holz im Wildgatter gefällt und beräumt werden. Damit das Wildgatter seinen Waldcharakter behält, muss etwas getan werden. Im Juli 2020 entschied der Förderverein - die Tierparkfreunde Chemnitz e.V. - eine Baumpatenschaftsaktion ins Leben zu rufen. Hierbei konnten Unterstützer:innen des Wildgatters sich „ihren“ eigenen Baum kaufen. Innerhalb kurzer Zeit konnten so rund 150 größere Bäume gepflanzt werden. Hierbei achtete man darauf, dass es sich ausschließlich um Laubgehölze handelt.

Foto: Jan Klösters

Im selben Jahr kam von Revierförster Ullrich Göthel vom Forstrevier Grüna/Sachsenforst das Angebot, für 2021 2500 junge Bäume zur Verfügung zu stellen. Aus diesem Grund wurden in den letzten Wochen in einigen Gehegen Schutzzäune errichtet, worin die jungen Pflanzen gesetzt wurden. Die Zäune sollen die Pflanzen vor Befrass durch die Tiere in den Gehegen schützen. Der überwiegende Teil an Bäumen wurde allerdings außerhalb der Gehege gepflanzt.

Somit hat auch im Wildgatter der Waldumbau gestartet, um für die Zukunft einen artenreichen und widerstandsfähigen Wald zu erhalten. Durch beide Pflanzaktionen sind Baumarten in das Wildgatter gekommen, die es vorher noch nicht gab, u.a. Winter-, Sommerlinde, Elsbeere, Speierling und Flatterulme. Weitere Baumarten sind u.a. Traubeneiche, Wildkirsche, Weißtanne, Schwarzerle, Esche und Rotbuche.


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17.06.2021 – Nachwuchs bei größter Hirschart Deutschlands

Anfang Mai entdeckten die Tierpfleger im Wildgatter bei den Rothirschen ein einzelnes Kalb. Für die Mitarbeiter war die Geburt insofern eine kleine Überraschung, als dass sie recht früh im Jahr stattfand. Normalerweise setzt das Alttier Ende Mai, im Wesentlichen aber im Juni. Die Tragzeit beträgt achteinhalb Monate. Entsprechend findet die Brunft von Mitte September bis Mitte Oktober statt. In der Regel wird auch nur ein Kalb geboren.

Bis Juni sind noch sechs weitere Kälber dazu gekommen. Somit besteht das Rotwild-Rudel im Wildgatter aktuell aus 20 Tieren. Die Geschlechter der Jungtiere sind noch nicht bekannt. Sie werden bis in den Spätsommer gesäugt, gelegentlich auch noch den ganzen Winter über. Erst im Herbst kann man möglicher Weise einen etwas dickeren Kopf bei den Hirschkälbern erkennen – das ist aber ein eher unsicheres Merkmal. Eventuell deuten sich die Stirnzapfen – die sogenannten Rosenstöcke – an, auf denen später das Geweih sitzt.

Foto: Jan Klösters

Wie bei den meisten Geweihträgern tragen auch bei den Rothirschen nur die Männchen ein Geweih. Dieses wird jedes Jahr neu gebildet und dient in erster Linie als Blickfang zum gegenseitigen Erkennen. In der Brunft kommt es dann auch zu ernsthaften Geweihkämpfen zwischen ebenbürtigen Rivalen. Ende Februar bis in den April werfen die Hirsche ihr Geweih ab. Mit 11 bis 13 Jahren trägt der Hirsch sein stärkstes Geweih. Jedoch sind die Anzahl der Enden eines Rothirschgeweihs kein Altersmerkmal. Hirschkühe sind geweihlos und werden deshalb "Kahlwild" genannt.

Rothirsche sind nach dem Wisent das größte wildlebende Landsäugetiere in Deutschland. Von allen Geweihträgern haben sie weltweit das größte Verbreitungsgebiet. Aufgrund ihrer jagdlichen aber auch kulturhistorischen Bedeutung werden sie in vielen zoologischen Einrichtungen gezeigt. Trotz dieser Bekanntheit gibt es immer wieder Menschen, die das Reh für ein weibliches Rotwild halten. Rotwild wird allerdings zu den Echten Hirschen gezählt, das Rehwild dagegen zu den Trughirschen. Hierbei handelt es sich um zwei verschiedene Unterfamilien innerhalb der Familie der Hirsche.


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03.06.2021 – Knuffiger Nachwuchs im Wildgatter

Im Wildgatter Oberrabenstein sind weitere Jungtiere zur Welt gekommen. Das seit Ende 2019 zusammenlebende Zuchtpärchen bei den Europäischen Wildkatzen hat zum zweiten Mal Nachwuchs bekommen. Am 25. März erblickten die Pfleger gleich drei Jungtiere neben ihrer Mutter in der Wurfbox der Anlage.

Nach neun Wochen Tragzeit kann die Katze drei bis fünf Jungtiere werfen. Dies geschieht in einem sicheren Versteck, da die Jungtiere als Nesthocker etwa neun Tage lang blind sind. In den ersten Wochen ist die Chance auch eher gering, die Jungtiere außerhalb der Wurfbox zu entdecken. Die Hauptaktivitätszeit von Wildkatzen beginnt auch erst nach Sonnenuntergang. Mittlerweile sind die Jungtiere mit etwas Glück aber auch schon auf der Außenanlage zu sehen.

Foto: M. Wagner

Die Europäische Wildkatze ist übrigens nicht die Stammform unserer Hauskatzen. Diese stammen ursprünglich von der Afrikanische Wildkatze (Falbkatze) ab. Europäische Wildkatzen sind größer als Hauskatzen. Ein Wildkuder (Kater) kann bis zu 8 kg wiegen. Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal ist die buschige, etwas 30 cm lange Rute, welche drei deutliche, schwarze Ringe trägt und in einer stumpfen, schwarzen Spitze endet. Im Verbreitungsgebiet der Wildkatze kann es allerdings zu Kreuzungen mit Hauskatzen kommen. Diese haben aber unter den Lebensbedingungen in der Wildbahn nur wenig Überlebenschancen.

Am 21. April verließen zwei weibliche Europäische Wildkatzen das Wildgatter Oberrabenstein in Richtung Plauen. Dort fanden sie ein neues Zuhause im Pfaffengut Plauen. Das dort ansässige Vogtländische Umwelt- und Naturschutzzentrum hat als Teil seiner Ausstellung einen Erlebnispfad zum Thema „Europäische Wildkatze“ angelegt. Und in das dazugehörige Gehege zogen nun die beiden Tiere aus Oberrabenstein. Diese sind im April 2020 geboren und waren der erste Nachwuchs des neuen Zuchtpärchens im Wildgatter.


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28.05.2021 – Hyänen eingezogen und Anlage übergeben

Seit einigen Wochen ist wieder Leben auf der ehemaligen Löwenanlage, denn es sind Tüpfelhyänen eingezogen. Die Idee zu Hyänenhaltung wurde schon im Masterplan verankert. Der acht Monate dauernde Umbau der Anlage ist nun die erste umgesetzte Maßnahme aus dem Masterplan. Sie wurde aus einem späteren Abschnitt vorgezogen, da die Anlage bereits seit längerem leer stand und es sich um ein solitär umsetzbares Projekt handelt. Die Baumaßnahme wurde von den Tierparkfreunden Chemnitz e.V., dem Förderverein von Tierpark und Wildgatter, finanziert. Der Verein ist ein großartiger Unterstützer des Tierparks und hat seit seiner Gründung 2007 schon viele Anlagen finanziert und an den Tierpark übergeben. So ein großes Projekt ist aber auch für ihn ein Novum. An dieser Stelle ein ganz herzliches Dankeschön für die in all den Jahren geleistete Arbeit und natürlich besonders für die Finanzierung der Hyänenanlage.

Mit der Überreichung einer symbolischen Urkunde übergab der Vorstandsvorsitzende des Vereins „Tierparkfreunde Chemnitz e. V.“, Thomas Paarmann, am 26. Mai ganz offiziell die Anlage an den Oberbürgermeister der Stadt Chemnitz.

Foto: Paarmann Dialogdesign. V. l. n.r.: 
Sven Schulze, Oberbürgermeister der Stadt Chemnitz; Dr. Anja Dube, Tierparkdirektorin; Thomas Paarmann, Vereinsvorsitzender

Die Tüpfelhyäne (oder Fleckenhyäne) ist die größte Vertreterin der Familie der Hyänen. Mit einer Schulterhöhe von rund 75 bis 90 cm ist sie deutlich größer als Streifenhyäne und Braune Hyäne. Weibliche Tüpfelhyänen sind kräftiger und mit ca. 70 kg schwerer als die nur etwa 60 kg schweren Männchen. Auffällig ist, dass bei Hyänen die Schultern höher liegen als das Hinterteil, was ihnen ein plumpes Aussehen verleiht. Dieser Körperbau ist allerdings praktisch. Die kurzen Hinterbeine erhöhen die Energieeffizienz und ermöglichen den Tieren ein ausdauerndes Umherwandern von bis zu 25 km pro Nacht.

Foto: Jan Klösters

Tüpfelhyänen kommen in großen Teilen Afrikas südlich der Sahara vor. Die Tiere sind geschickte Jäger, nur ein Teil der Nahrung wird anderen Raubtieren abspenstig gemacht bzw. besteht aus Aas. Oft werden Tüpfelhyänen von Löwen an der erlegten Beute vertrieben. Sie müssen sich dann mit den Resten, welche die Löwen übriglassen, zufriedengeben. Dass die Hyänen eigentlich die Beute erlegt haben, wird meistens außer Acht gelassen. Und so kommt das falsche Bild vom Aasfresser zustande. In Wahrheit wird den Hyänen ihre Beute öfter von Löwen gestohlen als andersherum. Dafür haben die Hyänen jetzt die Chemnitzer Löwenanlage übernommen ;-).

Hyänen erfüllen eine wichtige Rolle im Ökosystem, da sie durch das komplette Auffressen der Kadaver verhindern, dass sich Krankheiten ausbreiten können.

Tüpfelhyänen leben in einer hochkomplexen Sozialstruktur, die auch bei einigen Primatenarten vorkommt (Fission-Fusion-Prinzip). Die Tiere einer Gruppe (Clan), die aus bis zu 120 Individuen bestehen kann, kennen sich untereinander gut und bewohnen ein gemeinsames Revier, verbringen aber viel Zeit allein oder in kleinen Untergruppen. Die Größe eines Clans hängt hauptsächlich von der Verfügbarkeit der Nahrung ab.

Foto: Jan Klösters

Der Tierpark Chemnitz hält zum ersten Mal in seiner Geschichte Hyänen. Die Tiere in den europäischen Zoos werden in einem Zuchtbuch geführt. In Chemnitz wird derzeit eine Männergruppe gehalten; die drei Individuen (geboren 2012, 2013, 2014) kommen aus einem französischen und einem italienischen Zoo. Es ist durchaus üblich, dass eine neue Haltung mit gleichgeschlechtlichen Tieren beginnt. Bei der Planung der Anlage wurde aber auch eine eventuelle Zucht bedacht. Insgesamt gibt es nur acht Tüpfelhyänen-Haltungen in Deutschland.

Foto: Jan Klösters

Da sich die Tiere noch in der Ein – und Zusammengewöhnung befinden, kann es in nächster Zeit immer mal vorkommen, dass ein oder auch alle Tiere nicht auf den Außenanlagen zu sehen sind. Zudem können wir aus diesem Grund und auch, um nahe Besucherbegegnungen zu vermeiden, derzeit die Aussichtsplattform noch nicht für Besucher öffnen.


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21.05.2021 – Tierpark und Wildgatter nun in der Zoo-App zoo2go vertreten

Der Tierpark Chemnitz und das Wildgatter sind, wie viele andere Zoos auch, nun in einer App namens „Zoo2Go“ vertreten. Für die online-Anmeldung wurde die Plattform via Link von der Tierparkhomepage schon seit 08.04. genutzt, nun können potentielle Besucher direkt über die App für ihren Besuch in Tierpark und/oder Wildgatter Reservierungen tätigen. Die Anmeldung ist aber auch weiterhin über die Homepage des Tierparks möglich.

Doch die App bietet mehr als nur ein Buchungstool. Zum Tierpark Chemnitz und Wildgatter – sowie zu derzeit 23 weiteren Zoos und Wildparks – sind auch interaktive Lagepläne, eine Auflistung der gehaltenen Tierarten und diversen Informationen zu den Einrichtungen zu finden.


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21.05.2021 – Nachwuchs bei den Steinböcken

Bei den Westkaukasischen Steinböcken im Tierpark kamen im Mai zwei Jungtiere zur Welt. Somit ist die Gruppe im Tierpark nun auf acht Tiere angewachsen.

Foto: Jan Kloesters

Die Paarungszeit der Steinböcke fällt auf die Wintermonate November und Dezember. Nach einer Tragzeit von knapp sechs Monaten kommt es meist im Mai und Juni zur Geburt eines einzelnen Jungtieres. Zwillingsgeburten sind hier eher selten.

Der Westkaukasische Steinbock hat von allen Steinbockarten das kleinste Verbreitungsgebiet. Dieses umfasst ein Areal von etwa 15.000 km² im westlichen Kaukasus, welches sich hauptsächlich über die Länder Georgien und Russland erstreckt. Mit diesem kleinen Verbreitungsgebiet im westlichen Kaukasus und einem stark abnehmenden Bestand von nur noch etwa 5000 Individuen gilt der Westkaukasische Steinbock als stark gefährdete Tierart. Trotz Erhaltungszuchtprogramm werden diese imposanten Hornträger in europäischen Zoos nur selten gezeigt. In Deutschland findet man diese Art nur noch in vier weiteren zoologischen Einrichtungen. Somit freut sich der Tierpark umso mehr darüber, wieder eine erfolgreiche Beteiligung an einem Erhaltungszuchtprogramm vermelden zu können.


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07.05.2021 – Nachwuchs bei hochbedrohter Primatenart

Das seit Anfang 2020 zusammenlebende Zuchtpärchen bei den Lisztaffen hat zum zweiten Mal Nachwuchs bekommen. Am 09. April entdeckten die Tierpflegerinnen ein Jungtier auf dem Rücken des Vatertieres.

Foto: Sandra Baumann

Die Mitarbeit der ganzen Affenfamilie bei der Aufzucht der Jungtiere ist eine Besonderheit von Krallenaffen, zu denen die Lisztaffen gehören. Zum einen erhöhen sich so die Überlebenschancen für den Nachwuchs. Zudem können die älteren Geschwister, die oft noch einige Zeit in der Familiengruppe bleiben, Erfahrungen in der Jungenaufzucht sammeln. Letztlich wird natürlich auch das Weibchen entlastet, da die Jungtiere der Mutter oft nur zum Säugen übergeben werden.

Lisztaffen gehören zu den am stärksten bedrohten Primaten der Welt. Sie stehen auf der Roten Liste gefährdeter Tierarten der IUCN (Weltnaturschutzunion) und werden als vom Aussterben bedroht eingestuft, der stärksten von drei Gefährdungskategorien. Der Bestand der ausschließlich in Kolumbien beheimateten Art ist in den letzten Jahren drastisch zurückgegangen. Hauptverantwortlich für diesen Rückgang in der Gesamtpopulation ist wie so oft die fortschreitende Zerstörung des Lebensraumes.

Umso wichtiger ist das erfolgreiche und koordinierte Nachzüchten von bedrohten Tierarten wie den Lisztaffen. Im Tierpark Chemnitz wird diese Art schon viele Jahre erfolgreich gehalten und gezüchtet.

Obwohl das Krallenaffenhaus, wie alle Tierhäuser, zur Zeit nicht zugänglich ist, sind die Tiere häufig – vor allem bei guten Wetter - auf der Außenanlage zu sehen.


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29.04.2021 – Nachwuchs beim Vietnam-Sika

Bei den knapp über 250 Tierarten im Tierpark Chemnitz gibt es auch die eine oder andere Seltenheit zu finden. So auch bei den Hirscharten. Mit Vietnamesischem Sikahirsch und Prinz-Alfred-Hirsch leben zwei stark vom Aussterben bedrohte Vertreter der Hirsche im Tierpark, die nicht so häufig in Zoos gezeigt werden. Und bei einer dieser Arten gab es jetzt Nachwuchs.

Am 27. März entdeckten die Tierpfleger:innen ein weibliches Jungtier auf der großen Außenanlage bei den Vietnam-Sikahirschen. Als typischer Nestflüchter schon vollständig behaart und mit voll entwickelten Sinnesorganen, ist das Kitz bereits kurz nach der Geburt in der Lage, seiner Mutter zu folgen. Die ersten Tage verbrachte es aber häufig liegend an verschiedenen Orten auf der Anlage, wo man es nur schwer entdecken konnte.

Foto: Jan Klösters

Zwar unterscheidet sich das Jugendkleid der Jungtiere beim Sikahirsch nicht ganz so stark vom Erscheinungsbild der erwachsenen Tiere wie man es z.B. vom Rot- und Rehwild her kennt. Trotzdem erfüllen die Punkte auch hier den Zweck der Tarnung. Das Kitz verschmilzt so mit der Umgebung. Mittlerweile ist es aber auch schon häufig auf der Anlage zu sehen, meistens in der Nähe seiner Mutter.

Als Art sind Sikahirsche zwar nicht gefährdet. Diese ursprünglich aus Ostasien stammender Hirschart kommt durch Ansiedlungen mittlerweile in vielen Gegenden der Welt vor - so auch in Deutschland. Allerdings sind einzelne Unterarten vom Aussterben bedroht oder in der Wildbahn bereits ausgestorben – was oft mit einem sehr begrenzten Verbreitungsgebiet zu tun hat. Für den Vietnam-Sikahirsch wird mitunter sogar angenommen, dass diese Unterart im Freiland wahrscheinlich nicht mehr existiert. In zoologischen Einrichtungen leben derzeit etwa 300 Tiere – und nun noch ein weiteres im Tierpark Chemnitz. Somit kann der Tierpark wieder eine erfolgreiche Beteiligung an einem Erhaltungszuchtprogramm vermelden.

Mit der Haltung von Vietnam-Sikahirschen wurde in Chemnitz erst im Jahr 2019 begonnen. Aus dem Zoologischen Stadtgarten Karlsruhe und aus dem Tierpark Berlin kam jeweils ein weiblicher Sika-Hirsch in den Chemnitzer Tierpark. Die beiden Männchen kamen aus dem Zoo Usti nad Labem in Tschechien. Diese Zusammenstellung von Tieren aus verschiedenen zoologischen Einrichtungen ist beispielhaft für die Arbeit einer koordinierten Erhaltungszucht.


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16.04.2021 – Weiterer Nachwuchs aus Australien

Nachdem Anfang März bei den Bennett-Kängurus dreifacher Nachwuchs aus den Beuteln lugte, gibt es seit dem 17.03. nun auch Jungtiere bei den Mitbewohnern auf der Australienanlage, den Emus. Hier haben zwei Küken das Licht der Welt erblickt. Vater Heinrich kümmert sich routiniert um seinen Nachwuchs, den er vorher knapp zwei Monate lang ausgebrütet hat. Das Brüten übernimmt, wie bei den meisten Laufvögeln, allein das Männchen. Während dieser Zeit nimmt der Hahn so gut wie keine Nahrung oder Flüssigkeit zu sich. Er steht auch nur auf, um die Eier mehrmals am Tag zu wenden.

Foto: Jan Klösters

Für Heinrich und Emuhenne Katharina ist es bereits der fünfte Nachwuchs, seitdem die beiden seit 2013 gemeinsam in Chemnitz leben. Wie bei den anderen Malen zuvor auch ist Katharina von Heinrich und den Küken getrennt. Die Jungen werden bei den Emus ausschließlich vom Hahn geführt. Während der Jungenaufzucht kann der Emuhahn mitunter sehr aggressiv werden, um seine Jungtiere und auch sein Revier zu verteidigen. In der Natur wandern deshalb die Weibchen nach der Ei-Ablage weiter, oft sogar in die Reviere anderen Männchen, um sich dort erneut zu verpaaren.

Vater Heinrich hat im April selbst „Schlupftag“ – er wird stolze 17 Jahre alt. In der Natur wäre das ein hohes Alter. Aufgrund der verbesserten Lebensumstände können Emus in menschlicher Obhut auch doppelt so alt werden.

Heinrich und sein Nachwuchs sind momentan auch schon auf der großen Außenanlage zu sehen. Die Küken sind gut an ihrem charakteristisch gestreiften Federkleid zu erkennen, welches sie für etwa drei Monate behalten. Da auch die jungen Kängurus jetzt immer häufiger die Beutel ihrer Mütter verlassen, gleicht die Australien-Anlage im Tierpark momentan einem kleinen Kindergarten.


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16.04.2021 – Fünffacher Nachwuchs bei europäischem Wildschaf

Auch im Wildgatter Oberrabenstein nimmt die Zahl der Jungtiere zu. Bei den Mufflons, dem einzigen Wildschaf Europas, gibt es fünffachen Nachwuchs. Die Jungtiere wurden allesamt in den letzten Wochen geboren. Dieser Zeitraum entspricht der typischen Setzzeit von Ende April bis Anfang Mai. Das Schaf trägt 21 Wochen und bekommt in der Regel ein bis zwei Lämmer. Entsprechend fällt die Brunft in den Monate November und Dezember. Im Wildgatter handelt es sich ausschließlich um Einzelkinder.

Foto: Jan Klösters

Mufflons sind eine der wenigen Arten unter den Hornträgern, wo nur die Männchen Hörner tragen. Die Weibchen sind in der Regel hornlos oder tragen nur kurze Stümpfe. Die männlichen Tiere – genannt Widder - sind gut an den gewundenen Hörner zu erkennen, welche aufgrund ihrer Krümmung „Schnecken“ genannt werden. Während der Brunft kommt es zwischen den Widdern häufig zu Kämpfen, bei denen sie mit gesenkten Köpfen aufeinanderprallen. Das dabei entstehende laute Krachen ist über weite Entfernung hörbar.

Ursprünglich kam das Europäische Mufflon ausschließlich auf den Inseln Korsika und Sardinien vor. Anfang des 20. Jahrhunderts wurden die heute in Mitteleuropa lebenden Bestände durch Aussetzungen begründet. Dadurch, dass sich zu dieser Zeit auch verschiedene Hausschaf-Rassen mit den wildlebenden Mufflons verpaart haben, geht man davon aus, dass „reinblütiges“ Muffelwild heute kaum noch vorhanden ist. Manche Forscher behaupten sogar, dass es sich beim heute lebenden Muffelwild um verwilderte Hausschafe handelt. Aufgrund solcher Annahmen lässt sich auch nur schwer der Bedrohungsstatus der Art bzw. der Unterarten festlegen. Es ist aber das mit Abstand am häufigsten gehaltene Wildschaf in europäischen Zoos.


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12.04.2021 – Sechsfacher Nachwuchs bei seltener Haustierrasse

Passend zum Frühlingsbeginn hat es bei den Erzgebirgsziegen gleich mehrfachen Nachwuchs gegeben. Insgesamt tummeln sich sechs Jungtiere – fünf Böcke und eine Zicke – von insgesamt vier Müttern auf dem erzgebirgischen Bauernhof des Tierparks. In der Regel werden ein bis zwei Jungtiere geboren.

Foto: Jan Klösters

Viele deutsche Haus- und Nutztierrassen sind heutzutage vom Aussterben bedroht, da sie den Ansprüchen einer Hochleistungswirtschaft nicht mehr genügen. So geben einige Rassen mehr Fleisch oder Milch als andere oder legen mehr Eier im Jahr. Die leistungsschwächeren Rassen werden nicht mehr benötigt.

Aus diesem Grund hat es in den letzten Jahren in vielen zoologischen Einrichtungen ein Umdenken in der Zusammenstellung des Haustierbestandes gegeben. Hier werden vornehmlich Rassen aus Deutschland gezeigt, die vom Aussterben bedroht sind und ein altes Kulturgut repräsentieren.

Der Tierpark Chemnitz ist bestrebt, sich auf sächsische Haustierrassen zu spezialisieren, wozu eben auch die Erzgebirgsziege gehört. Diese Rasse wird seit 2018 gehalten und im letzten Jahr gab es das erste Mal Nachwuchs. Ein sattes braunes Fell mit schwarzem Aalstrich und schwarzen Stiefeln gehören zu den wichtigsten Rassekennzeichen. Es gibt sowohl behornte als auch hornlose Erzgebirgsziegen, im Tierpark sind alle Tiere behornt. Hohe Fruchtbarkeit, Frühreife, Genügsamkeit im Futter und Krankheitsresistenz zeichnen die Ziegen aus dem Erzgebirge besonders aus. Sie gelten als anspruchslos und freundlich im Umgang, weshalb sie trotz ihrer Größe auch problemlos im Streichelgehege gehalten werden können.

Foto: Jan Klösters

Im Tierpark sind die Erzgebirgsziegen allerdings nicht nur im Streichelgehege zu sehen, sie werden dort auch zur Pflege der Landschaft eingesetzt und sorgen durch den Verbiss gegen Überwucherungen in einzelnen Tierparkbereichen. Obwohl der erzgebirgische Bauernhof samt anschließendem Streichelgehege momentan für Besucher nicht begehbar ist, so sind die Jungtiere bei guten Wetter auf der Außenanalage zu sehen.


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12.04.2021 – Frühlingserwachen bei den Kreuzottern

Im letzten Jahr hat der Tierpark Chemnitz mit der Kreuzotter eine besonders spannende einheimische Tierart neu in seinen Bestand aufgenommen. Hierfür wurde extra ein Freiland-Terrarium gebaut, in welchem die Schlangen ganzjährig unter naturnahen Bedingungen gehalten werden können. Die Kreuzotter zählt sicherlich zu den einheimischen Tierarten, welche den meisten Menschen zwar vom Namen her bekannt sind, aber zu Gesicht bekommen haben sie die wenigsten, vor allem in der Natur.

Foto: Jan Klösters

Mit den steigenden Temperaturen zum Frühlingsbeginn werden die Kreuzottern auch wieder aktiv. Nachdem sie den Winter über in einer frostfreien Höhle geruht haben, kommen mit der Frühlingssonne als erstes die Männchen wieder hervor. Ein bis drei Wochen später folgen die Weibchen. Weil Kreuzottern wie alle Schlangen zu den Kriechtieren gehören und wechselwarm sind, legen sie sich in den ersten Wochen nach dem Winter jeden Tag für viele Stunden lang in die Sonne, um ihren Körper aufzuwärmen. Dafür verbreitern sie ihre Körperoberfläche, um möglichst viel Sonnenstrahlen einfangen zu können. Bei passendem Wetter ist dieses spannende Verhalten gut im Tierpark zu beobachten.


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31.03.2021 – Erster Nachwuchs im Wildgatter Oberrabenstein

Im Wildgatter Oberrabenstein hat es in der Wildschwein-Rotte den ersten Nachwuchs für dieses Jahr gegeben. Nachdem Ende Februar schon eine einzelne Bache, also ein weibliches Wildschwein, ein Jungtier zur Welt gebracht hatte, haben Mitte März vier weitere Bachen nachgezogen. Insgesamt tummeln sich nun 17 Frischlinge auf der großzügigen und naturnahen Anlage.

Foto: Jan Klösters

In der Waidmannssprache bezeichnet man das Gebären der Jungen bei Wildschweinen als „Frischen“. Die Jungtiere werden deshalb auch im ersten Lebensjahr Frischlinge genannt. Diese kommen in der Regel zwischen Februar und Juni zur Welt, zwei Drittel aller Geburten fallen allerdings auf die Monate März und April.

Jüngere Bachen frischen drei bis fünf Frischlinge, ältere können sogar bis zu acht Jungtiere gebären. Weiterer Nachwuchs wir dieses Jahr nicht mehr erwartet.

Die Bache ist nur knapp vier Monate lang tragend. Dem Frischen geht der Bau des Frischkessels voraus. Dies ist ein nestartiges Lager, welches die Bache aus abgebissenen Zweigen, Gras oder Schilf errichtet. Geeignete Äste finden sie im Wildgatter zur Genüge. Die Frischlinge bleiben die ersten ein bis zwei Wochen ihres Lebens in diesem schützenden Zweig-Bau. Gesäugt werden die Jungtiere für drei bis vier Monate. Solange tragen sie übrigens auch ihr typisches Streifenmuster.

Foto: Jan Klösters

Bitte beachten Sie, dass Tierpark und Wildgatter derzeit geschlossen sind.


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24.03.2021 – Bärenmakaken-Gruppe ist gewachsen

Die Gruppe der Bärenmakaken im Tierpark Chemnitz ist gewachsen. Zu den vier Männchen und zwei Weibchen, die bereits hier leben, sind Anfang März nochmal drei Männchen aus dem Tier- und Kulturpark Bischofswerda gekommen.

Foto: Jan Klösters

Bärenmakaken sind sehr gesellige Primaten, die in relativ großen Gruppen mit komplexen sozialen Beziehungen leben. Das Kennenlernen der Alteingesessenen und der Neuankömmlinge geschah zuerst im Innengehege und mit einem Sicht-Schieber dazwischen. Die Neuen hatten auch Gelegenheit, die ihnen unbekannte Anlage allein zu erkunden. Nach mehreren Tagen des kontrollierten Annäherns, in denen es keine aggressiven Situationen zwischen den beiden Gruppen gab, wurde sich dazu entschlossen, die Tiere auf der großzügigen Außenanlage zusammen zu lassen.

Dann bekamen die Mitarbeiter:innen des Tierparks die ganze Bandbreite der Makaken-Kommunikation zu sehen und zu hören. Unter den Bärenmakaken wurde gekreischt und gegrunzt und es wurde sich teilweise auch angedroht. Gleich darauf wurde aber oft freundlich geschnattert und den anderen Artgenossen das Hinterteil präsentiert - was beides der Beschwichtigung der Artgenossen dient.

Auch weitere interessante Verhaltensweisen konnten beobachtet werden. Gerade die Männchen müssen ihre Artgenossen oft beeindrucken. Das geschieht entweder durch das Rütteln an und auf Bäumen, was eine Art Kraftdemonstration ist. Des Weiteren beeindrucken sich die Männchen auch dadurch, dass sie sich gegenseitig anschreien und so ihre großen Eckzähne präsentieren. Solch kleinere Konflikte sehen gefährlicher aus als sie eigentlich sind. Außerdem sind sie beim Zusammenleben in einer Gruppe vollkommen normal. Im Anschluss versöhnen sich die Bärenmakaken durch die gegenseitige Fellpflege.

Foto: Jan Klösters

Übrigens gibt es in Deutschland keine weitere zoologische Einrichtung, welche Bärenmakaken hält. Insofern zeigt der Tierpark Chemnitz eine zoologische Rarität - und eine besonders spannende noch dazu.

Bitte beachten Sie, dass Tierpark und Wildgatter derzeit geschlossen sind.


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18.03.2021 – Schließung von Tierpark und Wildgatter

Ab Freitag, dem 19.03., schließen Tierpark und Wildgatter aufgrund der hohen Inzidenz wieder ihre Pforten. Für den 18.03. sind keine Anmeldungen mehr möglich.
Da wir nicht wissen, wie sich die Lage entwickelt, nehmen wir derzeit generell keine Anmeldungen mehr an.

Anmeldungen, die in die Zeit der Schließung fallen, werden automatisch hinfällig, es erfolgt KEINE weitere Information.

Über eine mögliche Wiedereröffnung informieren Sie sich bitte unter www.tierpark-chemnitz.de bzw. www.chemnitz.de.

Voraussetzung dafür ist nach der Sächsischen Corona-Schutzverordnung, dass der Sieben-Tage-Inzidenzwert von 100 Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner im Freistaat Sachsen und in Chemnitz an fünf Tagen in Folge unterschritten wird.


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11.03.2021 – Wiedereröffnung von Tierpark und Wildgatter

Ab 15.03.2021 dürfen Tierpark und Wildgatter wie auch andere Kultureinrichtungen unter Auflagen wieder öffnen. Die Sächsische Corona-Schutzverordnung sieht vor, dass sich bei einer Inzidenz zwischen 50 und 100 die Besucher vor ihrem Besuch anmelden und Daten für die Kontaktnachverfolgung angeben müssen. Sollte die Inzidenz in Chemnitz an drei aufeinanderfolgenden Tagen über 100 liegen, werden die Einrichtungen wieder geschlossen.

Pro Stunde (Eintrittsfenster) können 80 Personen in jede der beiden Einrichtungen eingelassen werden. Die Anmeldung erfolgt derzeit über E-Mail (tierpark@stadt-chemnitz.de). Geben Sie bitte immer den Terminwunsch (Tag/Uhrzeit) und die Personenanzahl und möglichst auch schon die Kontaktdaten an (pro Hausstand, Name, Vorname, PLZ, E-Mail oder Telefonnummer) sowie bitte schon im BETREFF den gewünschten Tag an. Beachten Sie bitte, dass eine Anmeldung momentan - auch für den Besuch an Wochenenden und Feiertagen - derzeit nur montags bis freitags von 07:00 bis 15:00 und mit mindestens einem Tag Vorlauf möglich ist. Eine Anmeldung ist auch für Jahreskarteninhaber erforderlich. Aufgrund der unsicheren Lage nehmen wir derzeit Anmeldungen vorerst nur bis 31.03.an.

Der Tierpark hat im März von 09:00 bis 17:00 geöffnet, letzter Einlass ist 16:00, das Wildgatter von 08:00 bis 17:00, letzter Einlass 16:00.

Im Kassenhaus des Tierparks sowie auf den Toiletten ist ein medizinischer Mund-Nasen-Schutz bzw. eine FFP-2-Maske zu tragen. Im gesamten Gelände des Tierparks muss ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden, es empfiehlt sich auch hier das Tragen einer medizinischen bzw. FFP-2-Maske. Im Wildgatter muss im Eingangs- sowie Sanitärbereich medizinischer MNS bzw. FF2-Maske getragen werden.

Die Tier- und Infohäuser sowie der Streichelzoo bleiben geschlossen, ebenso der Pfad durch die Südamerikaanlage. Daher sind im Tierpark nicht alle Tiere zu sehen. Zudem sind viele Vögel auf Grund der Präventionsmaßnahmen gegen die Vogelgrippe in den Häusern aufgestallt und daher für Besucher nicht sichtbar.

Es gelten die üblichen Abstands- und Hygieneregeln. COVID-positive Personen sowie Personen, die innerhalb der letzten zwei Wochen Kontakt zu einer COVID-positiven Person hatten sowie Personen, die Krankheitssymptome haben, die auf COVID-19 hinweisen, haben keinen Zutritt zu Tierpark und Wildgatter. Vermeiden Sie bitte Gruppenbildungen und wahren Sie untereinander, wenn Sie nicht im gleichen Haushalt leben, sowie auch zu den Mitarbeitern der Einrichtungen mindestens 1,50 m Abstand.

Öffentliche Fütterungen und andere Aktionen finden nicht statt. Die Bollerwagen können leider derzeit nicht genutzt werden.

Der Zutritt im Tierpark erfolgt über das Kassenhaus. Es darf nur immer eine Person oder zusammengehörige epidemiologische Einheit das Kassenhaus betreten, alle anderen bitte davor warten und Abstand halten. Der Ausgang erfolgt NUR über das Drehkreuz. Es gibt einen vorgegebenen Rundgang, um Begegnungen zu minimieren. Bitte halten Sie sich daran! Nicht alle Wege können begangen werden.

Die Imbissangebote sind nur zum Mitnehmen.

Beachten Sie bitte auch die Tierpark- und Wildgatterordnung und unterlassen Sie das Füttern der Tiere!

Änderungen vorbehalten.


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08.03.2021 – Nachwuchs im Beutel

Es gibt wieder erfreuliche Neuigkeiten aus dem Tierpark zu vermelden: Bei den Bennett-Kängurus gibt es Nachwuchs. Alle drei Weibchen haben jeweils ein Jungtier im Beutel. Wie alt diese sind, kann allerdings nur geschätzt werden. Bei der Geburt sind Känguru-Babys nicht größer als eine 2 Euro-Münze. Insofern bemerkt man die Jungtiere nicht unbedingt sofort.

Foto: Jan Klösters

Wie bei allen Beuteltieren kommen Bennett-Kängurujungtiere nach einer kurzen Tragzeit von ungefähr 30 Tagen relativ unterentwickelt zur Welt. Sie sind nackt, taub und blind und können sich nur mithilfe ihrer Arme am Fell der Mutter festhalten. Trotzdem finden sie recht schnell und eigenständig den Weg in den Beutel, wo sie sich an einer Zitze festsaugen und so mit Muttermilch versorgt werden. Üblicherweise kommt nur ein einzelnes Jungtier zur Welt, Zwillinge sind selten.

Nach rund einem halben Jahr verlässt das Jungtier erstmals den Beutel. Nach weiteren zwei Monaten ist es endgültig zu groß geworden, um noch hineinzupassen. Die Jungtiere werden aber bis zum Alter von rund einem Jahr gesäugt. Zu diesem Zweck stecken sie den Kopf in den Beutel der Mutter. Soweit ist es im Tierpark noch nicht. Man kann aber mittlerweile relativ regelmäßig die Jungtiere aus den Beuteln ihrer Mütter schauen sehen.

Foto: Jan Klösters

Im Tierpark leben insgesamt vier Bennett-Kängurus, darunter ein Bock. Da die Art relativ winterhart ist, kann sie das ganze Jahr über die Außenanlage nutzen. Diese teilen sie sich mit den Großen Emus, einer australischen Laufvogelart. Im Tierpark bekommen die Kängurus relativ regelmäßig im Januar oder Februar Nachwuchs.


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26.02.2021 – Fütternde Besucher - Kranke Tiere

Zur Zeit sind der Tierpark Chemnitz und das Wildgatter Oberrabenstein geschlossen. Das einzig Positive, was man der Situation abgewinnen kann, ist die Tatsache, dass die Tiere in beiden Einrichtungen nicht von den Besuchern gefüttert werden können. Denn leider sind einige Besucher in Tierpark und Wildgatter immer wieder der Meinung, sie tun den Tieren vor Ort etwas Gutes, indem sie diese füttern.

Aktuell sind die Hausesel sehr stark von solchen Fremdfütterungen betroffen. Weil sich ihr Gehege außerhalb des Tierparkgeländes befindet, sind sie trotz Schließung des Tierparks weiterhin zugänglich. Da sie auffällige Fettdepots am Körper aufweisen, stehen sie momentan unter verstärkter veterinärmedizinischer Beobachtung.

Foto: Jan Klösters. Esel mit Fettdepot am Mähnenkamm

Solche Fettdepots sind Symptome einer Stoffwechselerkrankung - dem Equinen Metabolischen Syndrom (EMS). Dieses wird hervorgerufen, wenn über einen längeren Zeitraum dauerhaft zu viel und/oder falsch gefüttert wird. EMS kann zu Gewebeschädigungen führen, welche sich bei Pferdeartigen (Equiden) besonders auf die Hufe auswirken. Hier sind Durchblutungsstörungen und Entzündungen die Folge, welche extrem schmerzhaft für die Tiere sind. Im schlimmsten Fall können die Tiere kaum noch auf ihren Füßen stehen und sogar ihre Hufe verlieren.

Die einzige Behandlungsmöglichkeit ist eine Diät, medikamentös kann den Tieren nicht geholfen werden. Es ist aber unmöglich, die Tiere auf eine kontrollierte Diät zu setzen, wenn sie weiterhin von außerhalb gefüttert werden. Hier ist der Tierpark auf die Mithilfe und das Verständnis der Bürger angewiesen. Nur so können die Tiere letzten Endes gesund und schmerzfrei gehalten werden.

Den Mitarbeitern in Tierpark und Wildgatter ist durchaus bewusst, dass die meisten Leute, welche die Tiere unerlaubterweise füttern, es eigentlich gut meinen bzw. gar nicht genau wissen, welchen Schaden sie damit anrichten können.

Aber grundsätzlich sollte man niemals fremde Tiere ohne Wissen und der Erlaubnis des Besitzers bzw. Halters füttern! Jedes Individuum hat seinen Speiseplan, der in Quantität und Qualität des Futters ausgewogen ist, und jede Abweichung kann schädlich sein. Im schlimmsten Fall werden die Tiere krank oder sterben gar durch das für sie falsche oder zu reichliche Futter.

Man sollte das Füttern der Tiere immer den Tierpflegern überlassen. Diese durchlaufen eine anspruchsvolle dreijährige Ausbildung, die unglaublich vielfältig ist. Sie wissen also, was ihre Schützlinge fressen dürfen und wie viel davon gesund ist und ob vielleicht der Tierarzt eine Diät verordnet hat.

Kommt bei einer Fremdfütterung ein Tier zu Schaden, kann der Verursacher für eine Sachbeschädigung (Tiere gelten als Sachen) haftbar gemacht werden. Liegt eine versuchte oder fahrlässige Tierquälerei oder sonstige Tiermisshandlung vor, wird diese nach dem Tierschutzgesetz geahndet. Daher sollte sich jeder sehr gut überlegen, was sein Handeln für Konsequenzen haben könnte.


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19.02.2021 – Winterquartier für Fledermäuse

Im Tierpark leben derzeit nicht nur rund 250 vorwiegend exotische Tierarten, sondern er ist auch ein wichtiger Lebensraum für einheimische Tiere. Er bietet ganzjährig Nahrungsquellen und Unterschlupfe und zu dieser Jahreszeit ungestörte Quartiere zum Überwintern, welche im modernen urbanen Lebensraum leider immer knapper werden.

Unter dem sogenannten Huftierberg im Tierpark, also im Bereich um das Trampeltiergehege, unter den Hirsch- und Bergtieranlagen, verlaufen alte Gänge, deren ursprüngliche Funktion und frühere Nutzung nicht bekannt ist. Vermutlich sind es ehemalige Wehrgänge.

Foto: Kevin Rüffer

Um für die Tiere bessere Bedingungen zu schaffen, wurden Ziegelsteine an den Decken der Gewölbegänge angebracht. Dort verstecken sich besonders gerne Fledermäuse und halten Winterschlaf. Auch dank solcher Winterquartiere nehmen die Bestände einiger Fledermaus-Arten wieder zu. Hier leistet der Tierpark einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz einheimischer Tierarten. Deshalb werden auch jedes Jahr im Winter die Gänge kontrolliert.

Foto: Kevin Rüffer

Alle in Deutschland einheimischen Fledermausarten stehen unter Naturschutz, da sie in ihren Beständen stark bedroht sind. Grund dafür ist in erster Linie die Zerstörung ihrer natürlichen Lebensräume durch intensive Land- und Forstwirtschaft. Aber auch der Rückgang ihrer Nahrungsquellen bedroht die Fledermäuse. Auf dem Speiseplan einheimischer Fledermausarten stehen ausschließlich Insekten, deren Zahlen ebenfalls bedrohlich sinken. Fledermausschutz heißt also immer auch Insektenschutz – und umgekehrt. Auch hier engagiert sich der Tierpark Chemnitz, u. a. mit einem Insektenhotel und Blühwiesen.

Die Insekten sind im Endeffekt auch dafür verantwortlich, dass Fledermäuse in unseren Breiten von Anfang November bis Ende März Winterschlaf halten. Insekten machen sich bei kälteren Temperaturen nämlich selbst rar – gezwungenermaßen. Die Körpertemperatur von Insekten ist stark von der Umgebungstemperatur abhängig. Sinkt diese, verfallen Insekten in Kälte- bzw. Winterstarre. Ein körpereigenes Frostschutzmittel sorgt dafür, dass die Tiere nicht erfrieren. Einige Arten können so sogar Temperaturen von bis zu - 20°C aushalten.

Aber auch andere wechselwarme Tiere wie Spinnentiere und Schnecken überwintern in den Gängen unterhalb des Tierparks.

Bitte beachten Sie - der Tierpark und das Wildgatter bleiben auch weiterhin bis auf Weiteres geschlossen.


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04.02.2021 – Nachwuchs bei den kleinsten Affen der Welt

Im Krallenaffenhaus des Chemnitzer Tierparks hat es Anfang Januar den ersten Nachwuchs gegeben. Das seit Juni letzten Jahres zusammenlebende Zwergseidenäffchen-Paar hat zum ersten Mal Jungtiere bekommen.

Foto: Stefanie Weippert

Die Jungtiere kommen mit etwa 15 g zur Welt, erwachsene Zwergseidenäffchen wiegen zwischen 85 bis 140 g. Die Kopf-Rumpf-Länge beträgt (ohne Schwanz) nur ca. 15 cm. Sie sind die kleinsten Vertreter der Affen. Unterboten werden sie nur noch von den Mausmakis, welche allerdings zu den sogenannten Halbaffen zählen.

Zwergseidenäffchen sind soziale Tiere, welche in Gruppen von bis zu zehn Tieren zusammenleben können. Die Gruppe besteht meist aus einem erwachsenen dominanten Weibchen, welches die Gruppe anführt, ein bis zwei erwachsenen Männchen sowie den Nachkommen verschiedenen Alters. Solange diese noch zusammen mit den Eltern leben, ist ihre eigene Fortpflanzung unterdrückt.

Die Familiengruppen bewohnen feste Gebiete in den unteren und mittleren Baumschichten. Nach einer Tragzeit von ca. 140 Tagen kommen zumeist Zwillinge zur Welt. Der Nachwuchs klammert sich sofort nach der Geburt an das Fell der Eltern und lässt sich sicher durch das Geäst tragen. Bei der Betreuung der Jungtiere wechseln sich Mutter und Vater und oft auch andere Familienmitglieder untereinander ab.

Die Bestände der Zwergseidenäffchen nehmen als Folge von Lebensraumverlust und Bejagung deutlich ab. Seit 2020 werden sie deshalb auf der Roten Liste gefährdeter Tierarten der IUCN als gefährdet eingestuft. Umso wichtiger ist das erfolgreiche und koordinierte Nachzüchten von solch bedrohten Tierarten. Im Tierpark Chemnitz wird diese Art schon viele Jahre erfolgreich gehalten und gezüchtet. Mutter „Bonnie“ hat schon mehrfach im Chemnitzer Tierpark für Nachwuchs gesorgt, für Vater „Fernando“ ist es das erste Mal.

Bitte beachten Sie - der Tierpark und das Wildgatter bleiben auch weiterhin bis auf Weiteres geschlossen.


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29.01.2021 – Zootier des Jahres 2021

Das Krokodil ist „Zootier des Jahres“ 2021! Das entschied die Zoologische Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz (ZGAP) und lenkt damit die Aufmerksamkeit auf eine Tiergruppe, die unter großen Imageproblemen leidet.

Für den Titel „Zootier des Jahres“ werden Tierarten ausgesucht, deren Bedrohung nicht im Fokus der Öffentlichkeit steht und die keine oder nur eine geringe Lobby haben. Ziel der Kampagne ist es deshalb, mehr Aufmerksamkeit auf die unbekannten bedrohten Tierarten oder -gruppen zu lenken und die Erhaltungszuchtbemühungen der Zoologischen Gärten sowie die Schutzprojekte in den Ursprungsländern zu unterstützen.

Pressematerial der Kampagne

2016 wurde die Artenschutzkampagne ins Leben gerufen und bündelt vier aktive Partner: die ZGAP, die Deutsche Tierpark-Gesellschaft (DTG), der Verband der Zoologischen Gärten (VdZ) und die Gemeinschaft der Zooförderer (GdZ). Bei der diesjährigen Kampagne sollen mit den gesammelten Geldern vorrangig drei Projekte unterstützt werden, die sich um den Erhalt der Kuba-, Siam- und Philippinenkrokodile kümmern.

Krokodile bevölkern seit mehr als 200 Millionen Jahren unseren Planeten und haben sich in dieser Zeit kaum verändert. Und dann kamen die Menschen. Und bis heute dringen diese immer weiter in den Lebensraum der Krokodile ein und töten sie, weil die Tiere als Gefahr für sich und ihre Haustiere angesehen werden.

Das Fleisch der Krokodile sowie deren Eier werden verzehrt, die Moschusdrüsen werden zur Parfümherstellung genutzt und weil Krokodile Fische fressen, gelten sie als darüber hinaus als Konkurrenten der Fischer. Zusätzlich dezimiert der Lebensraumverlust, etwa durch den Bau von Dämmen, sowie die zunehmende Wasserverschmutzung die Krokodilbestände. An den Rand der Ausrottung brachte die Krokodile jedoch insbesondere die wachsende Nachfrage nach ihrer Haut, weil die Modeindustrie anfing, daraus Handtaschen, Schuhe, Koffer, Gürtel und andere Waren herzustellen.

Viele Krokodilarten gelten daher als gefährdet und sechs Arten werden von der Weltnaturschutzunion IUCN bereits als „von der Ausrottung bedroht“ eingestuft. Darauf möchte die ZGAP mit der Ernennung des Krokodils zum „Zootier des Jahres“ aufmerksam machen.

Der Tierpark Chemnitz unterstützt die Kampagne jedes Jahr im Rahmen seiner Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit. Und der Förderverein des Tierparks, die Tierparkfreunde Chemnitz e.V., spendet auch dieses Jahr wieder einen Artenschutzbeitrag, der aus den Patenschaftseinnahmen generiert wird, für das „Zootier des Jahres“.

Foto: Jan Klösters

Im Tierpark werden zwar keine Vertreter aus der Familie der Echten Krokodile gezeigt, aber mit dem Brauen-Glattstirnkaiman hält man eine Tierart aus der Ordnung der Krokodile und hat so auch eine gute Möglichkeit, auf die Kampagne hinzuweisen.

Foto: Tierpark


Bitte beachten Sie - der Tierpark und das Wildgatter bleiben auch weiterhin bis auf Weiteres geschlossen.


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25.01.2021 – Erster Nachwuchs 2021!

Es gibt den ersten Nachwuchs im Tierpark Chemnitz zu vermelden - am 04. Januar sind zwei Küken bei den Edelpapageien geschlüpft. Da es sich bei den Jungtieren wie bei allen Papageien um Nesthocker handelt, werden sie momentan noch von beiden Elternteilen in der Bruthöhle versorgt.

Edelpapageien können sich das ganze Jahr über fortpflanzen und brüten unter günstigen Voraussetzungen auch zweimal im Jahr. Die zwei bis drei Eier werden alleine vom Weibchen drei bis vier Wochen lang bebrütet. Vom Männchen wird es in dieser Zeit mit Futter versorgt.

Nachzuchten sind bei Papageien immer eine Besonderheit. Zwar sind alle Papageien sehr sozial, ein harmonisierendes Paar muss sich aber auch erst finden. Insofern kann es eben auch passieren, dass ein zusammengestelltes Paar nicht für Nachwuchs sorgt. Hat sich ein Paar dann einmal gefunden, so bleibt die Bindung ein Leben lang bestehen. Papageien sind weitestgehend monogam. Außerhalb der Brutzeit leben viele Arten in großen Schwärmen. Im Tierpark Chemnitz gelingt die Nachzucht bei den Edelpapageien dagegen regelmäßig.

Foto: Annett Donner

Foto: Kevin Kunz

Foto: Kevin Rüffer

So farbenfroh ausgewachsene Papageien sind, so unscheinbar sind sie als Jungvögel. Die Veränderung mag ein wenig an das bekannte Märchen vom „hässlichen Entlein“ erinnern. Edelpapageien weisen bezüglich der Farbenpracht eine Besonderheit auf: bei ihnen unterscheiden sich die Geschlechter farblich voneinander: Die Männchen haben ein überwiegend grünes, die Weibchen ein rot-blaues Gefieder. Ursprünglich hielt man sie deshalb sogar für zwei verschiedene Arten.

Der Geschlechtsunterschied zeigt sich schon bei den Jungvögeln. Beim Nachwuchs im Chemnitzer Tierpark sind bisher aber erst die dunkel gefärbten Daunenfedern ausgeprägt. Die Geschlechtsbestimmung wird also noch ein wenig dauern.


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01.01.2021 – Auf ein Wiedersehen 2021!

Die Mitarbeiter von Tierpark und Wildgatter wünschen allen früheren und zukünftigen Besuchern, Freunden, Unterstützern und Kollegen alles Gute für 2021 und viel Schwein!

Foto: Jan Klösters

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aktualisiert am: 15.09.2021